
Am 27. Juli 2026 jährte sich die Eintragung der SchUM- Stätten Speyer, Worms und Mainz in die UNESCO-Welterbeliste zum fünften Mal. Aus diesem Anlass hat der SchUM-Städte Speyer, Worms, Mainz e. V. am Donnerstag im SchUM-Lab Worms die Ausstellung „5 Jahre UNESCO-Welterbe SchUM-Stätten. Fünf Jahre Schutz, Forschung und Vermittlung“ eröffnet. Die Ausstellung nimmt die vergangenen fünf Jahre in den Blick und macht sichtbar, welche Entwicklungen, Projekte und Maßnahmen seither rund um das erste jüdische Welterbe Deutschlands angestoßen und umgesetzt wurden.
Im Mittelpunkt stehen die umfangreichen Restaurierungs- und Sanierungsmaßnahmen an den Welterbekomponenten in Speyer, Worms und Mainz. Die Ausstellung zeigt, welche Arbeiten zum Schutz und Erhalt der herausragenden Zeugnisse jüdischer Geschichte und Kultur am Rhein durchgeführt wurden. Sie verdeutlicht außerdem, wie aktuelle Forschungen an den Denkmälern dazu beitragen, geeignete Maßnahmen zu entwickeln und gleichzeitig die Geschichte des jüdischen Lebens am Rhein weiter zu erforschen und besser zu verstehen.
Zugleich veranschaulicht die Ausstellung die Bedeutung der Vermittlungsarbeit im Welterbe. Hierzu zählen insbesondere die Bemühungen um die Schaffung von Besuchszentren in den SchUM- Städten: Sie sind Teil der Weiterentwicklung des seriellen Welterbes und seiner Erschließung für Besucherinnen und Besucher aus aller Welt. Neben dem Schutz und Erhalt des Welterbes engagiert sich der SchUM-Städte e.V. auch mit zahlreichen Projekten, Veranstaltungen und Bildungsangeboten in der Vermittlung des Welterbes. Dazu gehören etwa das mobile Besuchszentrum „SchUMobil“, die Vortragsreihen „SchUM Insights“ und „Heritage Talks“ sowie das erst kürzlich vorgestellte Projekt zur Antisemitismusprävention „Zeugen der Geschichte: Eine Reise zur KZ-Gedenkstätte Auschwitz“. Auch die Beteiligung an regionalen wie überregionalen Veranstaltungen, etwa dem UNESCO-Welterbetag, trägt dazu bei, die SchUM-Stätten einer breiten Öffentlichkeit näherzubringen und Interessierten die Möglichkeit zu geben, das jüdische Erbe am Rhein zu entdecken. „Mit der Ausstellung möchten wir sichtbar machen, was sich in den vergangenen fünf Jahren rund um die SchUM-Stätten entwickelt hat und wie vielfältig die Aufgaben sind, die mit dem UNESCO-Welterbe verbunden sind“, so Birgit Kita, Geschäftsführerin des SchUM-Städte Speyer, Worms, Mainz e. V. und Site-Managerin der SchUM-Stätten. „Die Eintragung in die Welterbeliste und unser diesjähriges Jubiläum waren wichtige Meilensteine. Sie sind zugleich Auftrag und Ansporn, die SchUM-Stätten nachhaltig zu schützen, ihr Erbe weiter zu erforschen und ihre Bedeutung für Gegenwart und Zukunft zu vermitteln“.
Zur Vernissage kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Kultur und Denkmalpflege sowie der jüdischen Gemeinden und des SchUM-Vereins gemeinsam mit zahlreichen interessierten Bürgerinnen und Bürgern im SchUM-Lab Worms zusammen. Nach der Begrüßung durch den Oberbürgermeister der Stadt Worms, Adolf Kessel, bot ein gemeinsamer Rundgang mit Birgit Kita die Gelegenheit, die Ausstellung erstmals kennenzulernen und sich über die Entwicklungen der vergangenen fünf Jahre auszutauschen. „Die Ausstellung zeigt eindrucksvoll, was in den letzten fünf Jahren im Bereich der Denkmalpflege und der Vermittlung geleistet wurde. Meinen herzlichen Glückwunsch zu fünf Jahren Welterbe und herzlichen Dank an alle, die daran tagtäglich mitwirken“, betone Oberbürgermeister Kessel.
„5 Jahre UNESCO-Welterbe SchUM-Stätten. Fünf Jahre Schutz, Forschung und Vermittlung“ Dienstags: 12 bis 18 Uhr Freitags: 12 bis 18 Uhr
Samstags: 12 bis 14 Uhr
SchUM-Lab, Neumarkt 10, 67547 Worms
Eintritt frei
Die Öffnungszeiten werden durch die Unterstützung des Ehrenamtsvereins der Stadt Worms und engagierter Fördermitglieder des SchUM-Städte Speyer, Worms, Mainz e. V. ermöglicht.
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