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  • So., 15. Dezember 2013, 21:58 Uhr
    Mannheim gewinnt das Duell der Krisenclubs in Straubing und beendet damit die Durststrecke von fünf Niederlagen in Serie

    6:2 Sieg! Adler ballern sich vorerst aus der Krise

    Der zuletzt in der Kritik stehende Verteidiger Mike Vernace zeigt in Straubing eine starke Partie. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch In der Deutschen Eishockey Liga stand am Sonntagnachmittag die Partie der Straubing Tigers gegen die Mannheimer Adler auf dem Programm. Ein Begegnung zweier „kranker Männer”. Denn während die Badener mit dem Ballast von zuletzt fünf Niederlagen in Folge nach Niederbayern reisten, haben die Staubinger von den vorangegangenen sieben Spielen sechs verloren. Für ein Team würde die tiefe Krise also weitergehen, während sich die andere zumindest etwas Luft würde verschaffen können. Der eindeutige Sieger des Tages waren die Mannheimer Kufencracks. Denn das Spiel endete mit 6:2 (2:2/3:0/1:0) Toren für die Adler. Nach einem ausgeglichenen ersten Drittel das 2:2 endete, fiel die Entscheidung zu Beginn des zweiten Abschnitts, als die Mannheimer innerhalb von knapp sechs Minuten daraus eine komfortable 5:2 Führung machten. Der Rest des Matches war belangloses Schaulaufen.

    Mit dem Sieg in Straubing fielen Mannschaft wie Verantwortlichen in Mannheim eine Tonnenlast von der Schulter. Denn nun haben die Cracks wie auch Trainer Harold Kreis erst einmal den Kopf aus der Schlinge gezogen. Doch stellt sich jetzt die Frage, wie geht es weiter? Haben die Adler die Talsohle wirklich durchschritten und es geht wieder aufwärts oder war der Sieg bei schwachen Tigers nur ein Strohfeuer? Beantworten kann dies momentan wohl niemand. Doch eine Folge des Sieges in Straubing ist sicher, dass eine Entscheidung über die Zukunft von Coach Harold Kreis nun schwerer geworden ist. Denn hätten die Adler bei den Niederbayern verloren, hätte die Zukunft von Kreis sicher an einem seiden Faden gehangen. Nun aber steht ein Sieg zu Buche. Und nach einem Sieg fällt es schwer einen Coach zu feuern. Wobei sich wohl jeder Adler-Fan freut, endlich ein Erfolgserlebnis zu haben. Niemand hat sich wohl eine Pleite in Straubing gewünscht. Und sollte es nun rasant aufwärts gehen, wäre dies wohl jedem recht. Denn Spieler wie Fans und Verantwortliche in der Metropolregion wollen in erster Linie starke Adler sehen. Und sollte dies mit dem  Harold Kreis  geschehen, wäre dies vielen sicher angenehm.

    Jetzt steht eine Woche Pause an, dann folgen für die Adler zwei Heimpartien. Am Freitag steht das Lokalderby gegen Schwenningen in der SAP-Arena an und am Sonntag gastieren die Augsburger Panther in Mannheim. Zwei lösbare Aufgaben, denn sowohl Panther wie Wild Wings stehen im Tabellenkeller. Doch sind beides anderseits auch wieder Schicksalsspiele, denn werden sie gewonnen, ist von Krise in Mannheim wohl keine Rede mehr, gehen sie hingegen in die Hose, fangen die Diskussionen um Team und Trainer wieder an.

    Zur Chronologie:
    1.Drittel:
    Es war ein ausgeglichener Abschnitt. Den Adlern war die Nervosität nach fünf Niederlagen in Folge anzumerken, dennoch agierten sie den „Umständen entsprechend” beherzt. Der Schock dann in der 3. Minute, als Rene Kramer in Überzahl für Straubing zum 1:0 traf. Doch nur 25 Sekunden später markierte Adler-Verteidiger Jame Sifers den 1:1 Ausgleich. Das Match ging nun mit „angezogener Handbremse” von einem Tor zum anderen. Aber für einen offenen Schlagabtausch stand für beide Mannschaft einfach zu viel auf dem Spiel. In der 7. Minute verhinderte Adler-Torsteher Dennis Endras mit einer Weltklasse-Parade vor dem Straubinger Rene Röthke. Der erneute Führungstreffer für die Niederbayern dann in der 17. Minute durch Top-Stürmer Blaine Down, der in Überzahl zum 2:1 traf. Als alle dachten, die Mannheimer müssten mit einmm Rückstand in die Pause gegen, erzielte Mirko Höfflin in der 20. Minute den 2:2 Ausgleich. Mit diesem Zwischenresultat ging es auch in die Kabinen.

    2.Drittel:
    Der zweite Abschnitt gehörte dann ganz den Adlern. In den ersten sechs Minuten überrollten die Mannheimer die Niederbayern mit drei Toren und packendem Offensiv-Eishockey. Zunächst traf Martin Buchwieser in der 21.Minute, dann Mike Vernace in der 25. Minute und schließlich war es Gamache, der in 26. Minute zur 5:2 Führung nachlegen konnte. Zu erwähnen hier, das 4:2 für Mannheim war seit ”Ewigkeiten” mal wieder ein Tor in Überzahl und es war zudem der erste Treffer von Verteidiger Mike Vernace, seit dieser in Mannheim spielt. Im Rest des Drittels verflachte die Partie und war wieder ausgeglichen. Einerseits weil Straubing sich nach einer Auszeit wieder gefangen hatte, andererseits, weil die die Adler nun eher das Ergebnis verwalten wollten, anstatt unbedingt nachzulegen und dabei das Risiko eines Konters einzugehen. So ging es mit der 5:2 Führung in die Kabinen.

    3. Drittel: 
    Die Geschichte des letzten Abschnitts ist rasch erzählt. Zunächst bemühten sich die Tigers und wollten sich an die Adler herankämpfen, doch brachte das 6:2 für Mannheim durch Jon Rheault die endgültige Entscheidung. Bemerkenswert, der Treffer fiel erneut in Mannheimer Überzahl, dem Sorgenkind der Adler. Im weiteren Verlauf plätscherte die Begegnung bedeutungslos dahin.

     

    Straubing : Mannheim 2:6 (2:2/0:3/0:1)

    Tore:  1:0 (02:56) Kramer (Down/Schönberger) - PP1, 1:1 (03:19) Sifers (Mauer/Hecht) - EQ, 2:1 (16:27) Down (Kramer/Sullivan) - PP1; 2:2 (19:07) Höfflin (El-Sayed/Goc) - EQ; 2:3 (21:27) Buchwieser (Kink/Vernace) - EQ; 2:4 (24:17) Vernace (Lehoux) - PP1: 2:5 (25:37) Gamache (Rheault/Reul) - EQ; 2:6 (43:04) Rheault (Hospelt) - PP1

    Zuschauer: 4.300

    Torschüsse: Mannheim  31 – Straubing 37

    Strafen: Mannheim 10 Min + 10 Min Disp Vernace  – Straubing: 8 Min + 10 Min Diszip jeweils für Flache udn Down

    Schiedsrichter: Schimm / Haupt

     

    Aufstellungen:

    Mannheim: Endras (Brückmann) – Sifers, Wagner, Reul, Vernace, Goc, Kettemer  – Mauer, Hospelt, Hecht, Rheault, Ullmann, Gamache, Buchwieser, Lehoux, Kink, Höfflin, El-Sayed, Plachta, Arendt

    Straubing: Bacashihua (Guryca) -  Hendry, Ondruschka, Sullivan, Kramer, Osterloh, Dotzler – Germyn, Meunier, Down, Röthke, Beech, Brand, Stewart, Wörle, Schönberger, Brandl, Endraß, Flache
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