
Bei den turnusmäßigen Baumkontrollen hat die Regionalstelle Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft, Bodenschutz Mainz der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd (SGD Süd) im Bereich Worms, insbesondere in den Gemarkungen Rheindürkheim und Ibersheim, erhebliche Schäden an zahlreichen Bäumen festgestellt. Auf Grundlage dieser Feststellungen sind umfangreiche Maßnahmen an den betroffenen Bäumen erforderlich. Mit den Baumpflegemaßnahmen wird am 13. Februar begonnen.
Bei den betroffenen Bäumen handelt es sich überwiegend um Pappeln mit einer Höhe von etwa 10 bis 35 Metern. Die Schäden resultieren zum Teil aus zurückliegenden Windereignissen, insbesondere jedoch aus einem starken Befall mit dem Zunderschwamm. Dieser parasitäre Baumpilz führt zu einer inneren Zersetzung des Holzes und schwächt die Stand- und Bruchsicherheit der Bäume erheblich. Eine zuverlässige Abschätzung der Bruchgefahr ist in diesen Fällen nicht mehr möglich. Die betroffenen Bäume sind aufgrund des fortgeschrittenen Schadensbildes nicht zu erhalten. Aus naturschutzfachlicher Sicht werden Teile der Maßnahmen so umgesetzt, dass wertvolle Habitatstrukturen erhalten oder neu geschaffen werden. In ausgewählten Bereichen bleiben Hauptstämme stehen, um Lebensräume für Spechte, Insekten und andere Kleintiere zu bieten. Zusätzlich werden durch gezielt platzierte liegende Stämme neue Habitate unter anderem für Reptilien wie Eidechsen geschaffen.
Die vorgesehenen Maßnahmen dienen in erster Linie der Verkehrssicherung und damit dem Schutz der Bevölkerung. Insbesondere bei Sturmereignissen besteht die Gefahr, dass geschädigte Bäume oder größere Baumteile umstürzen und somit Spaziergänger oder andere Nutzer des Deichvorlandes gefährden.
Für die Durchführung der Arbeiten sind zeitweise Sperrungen im Deichvorland erforderlich, unter anderem im Bereich des Leinpfades und Bermenwegs. Abhängig vom jeweiligen Bauablauf kann es zu Teil- oder Vollsperrungen einzelner Abschnitte kommen. Die SGD Süd bittet die Bevölkerung hierfür um Verständnis.
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