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  • So., 25. Oktober 2026, 17:20 Uhr
    FUSSBALL OBERLIGA: Wormatia bekommt Grenzen aufgezeigt / Qualitätsfrage kann gestellt werden

    Absolut chancenlos bei Schott

    Eigentlich können die Reservespieler etwas entspannter schauen, denn auf die einzige Konstante in dieser Saison, Torhüter Luca Pedretti, können sie sich verlassen. Am Samstag verhinderte er eine noch höhere Niederlage.
    Archivfoto: Felix Diehl

    Von Marcus Diehl › Fünfte Niederlage in dieser Saison für den VfR Wormatia Worms. Während sich die Spieler in den verlorenen Partien zuvor teilweise selber im Weg standen, wurden sie beim TSV Schott Mainz so richtig auseinandergenommen. So chancenlos waren sie an einem Samstagmittag schon lange nicht mehr. Dass es am Ende nur 1:3 (1:2) stand, war nur dem Umstand geschuldet, dass die Mainzer die ganze Angelegenheit in der Offensive in einigen Situationen recht locker nahmen. Dazu kam noch der einzige Wormate mit Normalform – Torhüter Luca Pedretti. Nicht nur, dass er in den Schlusssekunden einen Foulelfmeter parieren konnte, sondern er hatte auch noch mehr gute Torchancen zunichte gemacht. 

    In allen Belangen war Schott eine Stufe besser. Der Ball lief und lief durch deren Reihen. Absolut unterirdisch, das Zweikampfverhalten der Wormatia. Die Wormser hatten nicht einmal die Möglichkeit, die direkten Duelle zu führen – sie kamen immer einen bis zwei Schritte zu spät. Dies verdeutlicht die Kartenstatistik. Die Mannschaft erreichte das Kunststück, ohne eine Bestrafung durch die Partie zu kommen. Auf der einen Seite lobenswert. Auf der anderen Seite war keiner fähig, ein Zeichen zu setzen. Bezeichnend eine Szene in der 44. Minute. Der VfR versuchte, die Gastgeber in ihrer Hälfte unter Druck zu setzen. Genügend Spieler waren in Aktion. Aber alles mit angezogener Handbremse. Mit einfachen spielerischen Mitteln bewegte sich Schott in Überzahl auf das Tor in Richtung Pedretti. Das Rückzugsverhalten war dagegen lobenswert und im letzten Moment wurde der Einschlag noch verhindert. Der Wille war vorhanden – nur das reichte einfach nicht aus. 

    Zeichen der Macht

    Eine höhere Niederlage lag in der Luft. Die erste halbe Stunde war schon fast ein Zeichen der Macht. Wie die Gegentore fielen, ist in dieser Saison typisch für den VfR. Beim 0:1 rutschte ein Ball einem Wormaten unter dem Fuß durch und ging genau in die Ecke. Ohne Ernsthaftigkeit ließ ein Abwehrspieler den Ball an sich vorbeilaufen, genau in den Fuß eines Mainzer, Ablage – 0:2. Beim 1:3 waren sie im Thema Schnelligkeit überfordert. Verlorener Zweikampf in der eigenen Hälfte, drei kurze Pässe – 1:3. 
    Offensiv war nicht viel Leben. Ein Treffer von Belel Meslem wurde wegen Abseits nicht gegeben. Es wäre das 1:1 gewesen. Kurz vor der Pause wird Belel im Strafraum gefoult und Mert Özkaya traf zum Anschluss. In der 53. Minute hatte Nico Jäger die Chance zum Ausgleich und scheiterte am Torhüter. 

    Spiel mit Handbremse

    Spätestens nach dem dritten Tor in der 63. Minute war die Partie entschieden. Die Wormatia war nicht in der Lage, Druck aufzubauen. Es entstand der Eindruck, dass die Gastgeber nun mit angezogener Handbremse agierten und trotzdem Herr im Hause blieben. Die Partie plätscherte dahin. 

    Eine Niederlage gegen Schott ist kein Weltuntergang. Wie so oft bleibt aber das „Wie“ als Frage. Die vielen Verletzten dürfen auch keine Ausrede sein. Gegen Eisbachtal kann die zweite Reihe noch glänzen, was gegen ausgebuffte und eingespielte Teams nicht mehr reicht. Dann muss klar über die Qualitätsfrage diskutiert werden, denn Mittelmaß darf bei der Wormatia kein Standard werden. 

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