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Do., 30. Oktober 2014, 22:31 Uhr
Die Mannheimer Kufencracks siegten am Donnerstagabend mit 2: 1 bei den Nürnberg Ice Tigers
Adler mit Glück und Endras zum Sieg
Adler-Kapitän erzielte den 1:1 Ausgleichstreffer. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Die Mannheimer Adler haben den hauchdünnen 2:1 (0:1/1:0/1:0) Sieg am Donnerstagabend bei den Nürnberg Ice Tigers einem Mann zu verdanken, und dies war Torsteher Dennis Endras. Der Goalie der Kurpfälzer brachte mit seinen Weltklasse-Paraden die Nürnberger Stürmer schier zu Verzweiflung. Alleine fünf Alleingänge auf sein Gehäuse konnte Dennis Endras entschärfen.
Ansonsten lässt sich der Mannheimer Sieg unter der Kategorie mühsamer Arbeitssieg verbuchen. Die Adler vermochten in einem schnellen und spannenden Match nur wenig zu glänzen. Die Abwehr war löchrig und ließ den Franken viel zu viel Freiraum. Zum Glück hatte Mannheim Torsteher Dennis Endras. Und auch im Sturm wollte bei den Blau-Weiß-Roten nur wenig zusammenlaufen. Dass die Mannheimer dennoch gewannen und einen“schmutzigen“ Sieg einfuhren, verdient Anerkennung, denn ein erfolgreiches Team zeichnet sich dadurch aus, dass es auch Partien gewinnt, in denen nur wenig gelingen will. Wobei auch eines gewiss ist, von der Hochform zu Saisonbeginn sind die Adler zurzeit meilenweit entfernt, es läuft nicht rund und sie quälen sich mehr zu Siegen, als dass sie glänzen. Und so viel Glück wie am Donnerstagabend in Nürnberg werden sie nicht immer haben.
Am Sonntagmittag treffen die Mannheimer auf Schlusslicht Straubing, bevor es in die Länderspielpause geht.
1.Drittel
Die Adler fanden nur schwer in die Partie, der Motor wollte nicht so richtig auf Touren kommen. Nürnberg spritziger und gefährlicher. Die logische Konsequenz das 1:0 für die Franken durch Marc El-Sayed in der 7. Minute. Auch in der Folge die Ice Tigers stärker. Besonders unverständlich, wie viel Raum die Adler den Nürnberger Stürmern ließen. Immer wieder tauchten die Tigers gefährlich vor Mannheims Torsteher Dennis Endras. Mit der verdienten Nürnberger 1:0 Führung ging es in die Kabinen.
2. Drittel
Im zweiten Abschnitt fanden die Adler besser ins Spiel. In der 24. Minute war es dann Adler-Kapitän Marcus Kink, der zum 1:1 Ausgleich traf. Im Anschluss war es eine ausgeglichene Partie, ohne dass die Mannheimer glänzen konnten. Vieles bleib Stückwerk. Wirklich gefährliche Torszenen der Kurpfälzer waren selten, Nürnberg viel gefälliger und mit mehr Zug zum Tor. Was den Ice Tigers hingegen fehlte, war die Effizienz. Sie machten viel zu wenig aus ihren hochkarätigen Gelegenheiten. So blieb es zum Drittelende für Mannheim beim schmeichelhaften 1:1 Zwischenstand.
3. Drittel
Im letzten Abschnitt blieb es spannend, beide Teams in dem schnellen Spiel mit Chancen, ohne dass der Puck zunächst ins Tor gehen wollte. Die Adler weiter mit einer löchrigen Abwehr und ohne Durchschlagskraft im Sturm. Die Ice Tigers insgesamt stärker, konnten ihre Gelegenheit nicht in Treffer umsetzen. Je länger die Partie dauerte, umso mehr wurde klar, der nächste Treffer würde das Match wohl entscheiden. Überragend nun Adler-Torsteher Dennis Endras, der die Ice Tigers verzweifeln ließ. Als knapp vier Minuten vor Spielende Adler-Stürmer Jamie Tardif auf die Strafbank muss, brannte es lichterloh vor Goalie Dennis Endres, aber der Puck wollte nicht reingehen. Dann waren die Mannheimer wieder komplett und schließlich war es jener Jamie Tardif, der eine Minute vor Spielende den Puck zur 2:1 Führung ins Nürnberger Gehäuse stocherte. Nun nahmen den Ice Tigers den Torwart heraus und es spielten sich dramatische Szenen vor Adler-Goalie Dennis Endras ab, aber es half nichts mehr, die Adler retten den 2:1 Sieg über die Zeit.