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  • So., 29. September 2013, 16:04 Uhr
    In einem bis zur letzten Sekunde spannenden Match setzen sich die Mannheimer Kufencracks gegen die Hamburg Freezers durch

    Adler schießen sich mit 4:3-Sieg aus der Krise

     

    Nach drei sieglosen Spielen zeigten die Adler-Stürmer (blaue Trikots) gegen Hamburg ihr Krallen und trafen viermal. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Die Mannheimer Adler siegten am Sonntagnachmittag in der Deutschen Eishockey Liga verdient, wenn auch hauchdünn, mit 4:3 (2:0/1:2/1:1) Toren gegen die Hamburg Freezers. Damit beendeten die Badener ihr Durststrecke von drei Niederlagen in Serie und brachten die Kritiker vorerst zum Verstummen. Adler-Trainer Harold Kreis sprach nach dem Match denn auch von drei ganz wichtigen Punkten, die am Neckar blieben.

    Einen sehr starken Einstand feierte Jon Rheault, der nach überstandener Verletzung erstmals in einem Punktspiel für Mannheim antrat und gleich ein Tor schoss und eines vorbereitete. Die Reihe mit Jon Reault, Christoph Ullmann und Jochen Hecht war es denn auch, die auf Adlerseite die Glanzpunkte setzte.

    Es war ein von beiden Seiten verbissen und hart geführtes Match, das bis zur letzten Sekunde spannend blieb. Während Mannheim heute in den entscheiden Momenten seine Tore machte, vergab Hamburg gleich reihenweise beste Gelegenheiten. Und dies war heute auch der große Unterschied, warum die Blau-Weiß-Roten letztlich siegten. Wie gut die Adler wirklich drauf sind, wird sich schon am Mittwoch zeigen, wenn die Überraschungsmannschaft aus Iserlohn in Mannheim antritt.

    Zur Chronologie:

    Die Mannheimer Adler legten am Sonntagmittag im Heimspiel gegen die Hamburg Freezers los wie die Feuerwehr. Die Badener wollten die drei Niederlagen aus den ersten vier Saisonspielen vergessen machen. Und dies gelang ihnen im ersten Drittel eindrucksvoll. In der 4. Minute traf zunächst Neuzugang Jon Rheault auf Zuspiel von Jochen Hecht zum 1:0. Nachdem die Adler zwei Unterzahlsituationen überstanden hatten, traf in der 13. Minute Verteidiger Steve Wagner in Überzahl zum 2:0. Dies war auch der Pausenstand.

    Im zweiten Abschnitt waren die Adler zunächst weiterhin das dominierend Team. Doch machten sie aus ihren Chancen zu wenig. Und es kam, wie es kommen musste, wie aus dem Nichts schoss Freezers-Stürmer Morton Madsen in der 24. Minute den 1:2 Anschlusstreffer. Zwar gelang den Adlern durch Jochen Hecht nur 36 Sekunden später der 3:1 Führungstreffer, doch war Hamburg nun ein gleichwertiger Gegner. Die logische Konsequenz der 2:3 Anschlusstreffer für Hamburg in der 29. Minute durch Philippe Dupuis. Nach einem Check in den Nacken ausgeführt durch Freezer-Stürmer David Wolf kam es zu einer wilden Rauferei zwischen David Wolf und dem Mannheimer Denis Reul, bei dem beide mächtig austeilten, es insgesamt unentschieden ausging.

    Im letzten Drittel nahmen die Adler das Heft wieder in die Hand und machten gewaltig Dampf. Zunächst konnten die Chancen aber nicht genutzt werden. In der 45. Minute war es dann aber soweit und  Yanick Lehoux legte klug zurück auf Frank Mauer, der den Puck zum 4:2 in Maschen des Hamburger Tores hämmerte. In der Folge blieb Mannheim dominierend, doch kämpften die Freezers beherzt und eroberte sich mehr und mehr Spielanteile. Das große Manko der Hanseaten war aber die mangelhafte Chancenverwertung. Selbst in aussichtsreicher Postion wurde daneben geschossen oder es war Endstation bei einem gut haltenden Adler-Goalie Felix Brückmann. Rund zwei Minuten vor Schluss nahm Hamburgs Coach Benoit Laporte seinen Torwart zugunsten eins sechsten Feldspielers heraus und hatte damit Erfolg, denn  Matthew Pettinger traf 44 Sekunden vor Spielende zum 3:4 Anschlusstreffer. Der Ausgleich gelang den Freezers allerdings nicht mehr und so war der zweite Adlersieg der Saison unter und Dach und Fach.

    Bei den Adlern fehlten verletzungsbedingt vier Akteure. Dies waren Torhüter Dennis Endras, Verteidiger Christoph Fischer sowie die Stürmer Ken Magowan und Kai Hospelt. Neuzugange Simon Gamache kaum noch nicht zum Einsatz, er soll am Mittwoch im Heimspiel gegen Iserlohn zum Einsatz kommen.

    Mannheim : Hamburg 4:3 (2:0/1:2/1:1)

    Tore:  1:0 (03:17) Reault (Hecht/Sifers)– EQ; 2:0 (12:42) Wagner (Mauer/PLachta) - PP1; 2:0 (12:42) Wagner (Mauer/Plachta) - PP1; 2:1 (23:17) Madsen (Möchel/Krämmer) - EQ;  3:1 (23:53) Hecht (Reault) - EQ; 3:2 (28:09) Dupuis - EQ: 4:2 (45:00) Mauer (Lehoux) - EQ; 4:3 (59:16) Pettinger (Dupuis/Madsen) - 6

    Strafen: Mannheim 13 Min + 10 + 10 + Spieldauer für Reul– Hamburg 14 Min + Spieldauer für Wolf

    Torschüsse: Mannheim 27 – Hamburg 36

    Schiedsrichter: Aumüller / Schimm

    Zuschauer: 9.464

     

    Aufstellungen:

    Mannheim: Brückmann (Lehr) – Sifers, Wagner, Reul, Vernace, Bittner, Kettemer, Goc  –Rheault , Ullmann, Hecht, Mauer, Lehoux, Plachta, Buchwieser, Höflin, Kink, Arendt, Ackermann, El-Sayed,

    Hamburg: Treutle, (Deske) - Ejdepalm, Nielsen, Schmidt, Lavallee, Bettauer, Westcott - Wolf, Festerling, Flaake, Jakobsen, Madsen, Oppenheimer, Pettinger, Dupuis, Mitchell, Möchel, Krämmer

     

     
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