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Do., 26. Dezember 2013, 21:04 Uhr
Mit einer starken Mannschaftsleistung siegen die Mannheimer verdient mit 4: 2 Toren gegen Köln und setzen ihren Aufwärtstrend fort
Adler schlagen im Top-Spiel die Haie
Nationalstürmer Kai Hospelt war zweifacher Torschütze in Köln. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch In der deutschen Eishockey Liga (DEL) gewannen die Mannheimer Adler am zweiten Weihnachtsfeiertag verdient mit 4:2 (3:2/1:0/0:0) Toren in Köln. Es war das erwartet Top-Spiel der beiden ewigen Erzrivalen im deutschen Eishockey. Wie immer wenn diese zwei Mannschaften aufeinandertreffen, kochen die Emotionen hoch und es wird mit viele Leidenschaft zu Werke gegangen. So auch am Donnerstagabend in der Kölner Lanxess-Arena. Wobei das erste Drittel der sehenswerteste Abschnitt war. Hier wurde hart gefightet und gerackert und es fielen insgesamt fünf Tore. Die Schlüsselphase war dabei die 15. Minute, als zunächst Köln die 2:1 Führung markierte, dann aber Mannheim noch in der gleichen Minute mit zwei Toren zurückschlug und es schließlich mit dem 3:2 für die Adler in die Pause ging. Ab dem zweiten Drittel dominierte dann Mannheim eindeutig die Partie und führte ab der 27. Minute gar mit 4:2 Toren. Von diesem Moment an verwaltet Mannheim geschickt die Führung bis zum Schlusspfiff. Phasenweise plätscherte die Partie dahin.
Köln schwächte sich durch viele Strafzeiten selbst. Allerdings gelang es den Mannheimer erneut nicht ein Tor in Überzahl zu schießen. Hier bleiben sie das schwächste Team der Liga. In der Tabelle kletterte die Adler nach vier Siegen in Folge auf Rang vier mit vier Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Köln.
Chronologie:
1. Drittel
Es war von Beginn an die erwartet Top-Partie. Beide Teams agierten hoch konzentriert und mit viel Offensivdrang, ohne dabei die Abwehr zu entblößen. Die Kölner hatten zunächst etwas mehr vom Spiel, doch war es der Mannheimer Kai Hospelt, der in der 3. Minute nach klugem Zuspiel von Jochen Hecht zum 1:0 für die Adler traf. In der Folge waren es aber die Haie, die insgesamt mehr Spielanteilen hatten. Doch konnte ein glänzend aufgelegter Dennis Endras im Adler-Gehäuse zweimal mit Weltklasseparaden die Mannheimer Führung festhalten. In der 10. Minute war es dann allerdings soweit und Marcel Ohmann traf zum 1:1 Ausgleich. Die Domstädter zeigten sich von dem Treffer weiter beflügelt und machten nun mächtig Druck. Mannheim jetzt überwiegend in der Defensive. In der 13. Minute dann aber der Mannheimer Yanick Lehoux mit einem Solo, bei dem er knapp scheiterte. Nur eine Minute später auf der anderen Seite Moritz Müller mit einem guten Schuss aufs Adler-Gehäuse, aber Dennis Endras war auf dem Posten. Doch beim nächsten Haie-Angriff klingelte es in der 15. Minute im Mannheimer Kasten, denn Pascal Zerressen hatte die das 2:1 für die Domstädter markiert. Aber postwendend, als alle schon dachten, nun läuft es für Köln, schoss Adler-Kapitän Marcus Kink in der gleichen Minute den 2:2 Ausgleich. Und noch bevor die Haie durchatmen konnten, erhöhte Kai Hospelt immer noch in der 15. Minute auf 3:2 Mannheim. Mit diesem Zwischenstand ging es auch in die Kabinen. Insgesamt hatte Köln mehr Spielanteile gehabt, doch war es Mannheim, das clever und kaltschnäuzig di Tore gemacht hatte.
2. Drittel
Im zweiten Abschnitt waren es die Adler, die sich ein optisches Übergewicht erkämpften. Die Blau-Weiß-Roten bestimmten nun das Geschehen auf dem Eis und drängten die Domstädter in die Defensive. Und dies auch, weil Köln zu viele Strafzeiten kassierte. Insgesamt wirkten die Haie zu saft- und kraftlos, es fehlte der Biss. Hoch verdient daher die 4:2 Führung durch Christoph Ullmann in der 27. Minute. Und Mannheim marschierte weiter. Jochen Hecht traf in der 29. Minute allerdings nur den Pfosten und kurz vor Drittelende wurde ein Treffer von Adler-Kapitän Marcus Kink wegen Torraumabsatz nicht gegeben. Glück für Köln! Somit ging es mit dem 4:2 für Mannheim in die Kabinen.
3. Drittel
Der letzte Abschnitt brachte zunächst keine Änderung, Mannheim blieb dominierend, wobei es ein Match fast auf Augenhöhe war. Insgesamt aber plätscherte die Partie jetzt etwas vor sich hin. Eine wichtige Szene dann in der 47. Minute, als der Kölner Marcel Müller einen Check gegen den Kopf von Adler-Stürmer Kai Hospelt durchführte. Dafür musste der Domstädter für fünf Minuten auf die Strafbank. Doch machte Mannheim - wie eigentlich immer in Überzahl - nichts daraus. Und schlimmer noch, nach drei Minute der torloses Überzahl kassierte der Mannheimer Simon Gamache zwei Strafminuten, sodass mit vier gegen vier Feldspieler agierte wurde. Und dann bekam auch noch der Mannheimer Nico Goc eine Strafe und plötzlich spielte Köln mit einem Mann mehr. Jetzt waren die Haie wieder hellwach. Doch überstand Mannheim die Unterzahl und das Spiel ging in die letzten sechs Minuten. Köln jetzt bemüht, aber mit zu wenig Durchschlagskraft und Effizienz. Zwei Minuten vor Spielende nahmen die Haie dann ihren Torwart zugunsten eines weiteren Feldspielers heraus, doch es half nichts mehr, es blieb beim verdienten 4:2 Sieg der Adler.
Ausblick:
Die Adler haben nun zwei Heimspiele in Folge. Am Samstag dem 28. Dezember um 19.30 Uhr treffen sie auf die Iserlohn Roosters und am Montag dem 30. Dezember ebefalls um 19.30 Uhr treten sie gegen die Wolfsburg Grizzlys an.