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  • Fr., 24. Januar 2014, 22:53 Uhr
    Die Mannheimer Kufencracks siegen verdient mit 5: 3 Toren in Wolfsburg und schieben sich in der Tabelle auf Rang vier

    Adler weiter in der Erfolgsspur

     

    Die Adler (blaue Trikots) agierten clever und kaltschnäuzig und siegten verdient mit 5:3 Toren. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch In der Deutschen Eishockey Liga (DEL) haben die Mannheimer Adler am Freitagabend mit 5:3 (1:0/3:1/1:2) Toren bei den Wolfsburg Grizzlys gewonnen. Es war ein überzeugender und starker Auftritt der Adler in der VW-Stadt. Der Sieg war verdient, obwohl es über weite Strecken ein ausgeblichene Partie zweier Teams auf Augenhöhe war. Aber die Mannheimer nutzten ihre Chance konsequenter und agierten cleverer und kaltschnäuziger. Natürlich war bei Mannheim auch Glück dabei, doch es war jenes Glück, das man sich erarbeitet. Wolfsburg ließ hingegen zu viele Gelegenheiten ungenutzt und erwachte im letzte Drittel zu spät. Die Entscheidung in der Partei war im zweiten Abschnitt gefallen, als die Raubvögel drei Tore markierten und zwischenzeitlich auf 4:1 enteilten.

    Es ist nicht unbedingt spektakuläreres Eishockey, das die Adler unter ihrem neuen Coach Hans Zach spielen, aber es ist erfolgreich. Und das ist es letztlich, was die Cracks im blau-weiße-roten Dress unter dem vorherigen Trainer Harold Kreis vermissen ließen. Hans Zach lässt in Mannheim sein typisches Defensiv-Eishockey mit vier Mann an der blauen Linie spielen und hat damit Erfolg. Die Spielweise ist optisch nicht immer schön, aber Hans Zach weist seit seinem Amtsantritt im Januar ein Bilanz von fünf Siege und drei Niederlagen auf. In der Tabelle sind die Badener jetzt bereits auf Rang vier geklettert. Und nur der Spitzereiter aus Hamburg ist wohl uneinholbar enteilt, aber sowohl der Zweite aus Köln wie der Dritte aus Krefeld liegen nur drei bzw. vier Punkte vor den Mannheimern.

    Zu erwähnen noch, der Top-Stürmer der Mannheimer, Jochen Hecht, fehlte in Wolfsburg, da er sich im Mittwochspiel in Düsseldorf eine Verletzung zugezogen hatte.

    Ein Manko bleiben bei den Mannheimern die vielen, unnötigen Strafzeiten. So kassierten die Adler 12 Strafminuten, die Grizzlys nur zwei. Gegen stärkere Gegner kann dies böse ins Auge gehen.

    Zur Chronologie:

    1. Drittel

    Die ersten Minuten war ein Offensivfeuerwerk und beide Mannschaften erarbeiteten sich zahlreiche gute Einschussgelegenheiten, die größte Chance hatte Adler-Stürmer Kai Hospelt bereist nach zwölf Sekunden, doch traf er nur die Latte. Auch die Grizzlys mit guten Gelegenheit, doch schaffte es kein Team den Puck ins gegnerische Tor zu schießen. Nach etwa fünf Minuten verflachte die Partie mehr und mehr und sowohl Mannheim wie Wolfsburg konzentrierten sich auf die Defensive. Das Match plätschert nun so dahin. Als alle schon dachten, mit dem Remis ging es in die Pause, erzielte Kai Hospelt 54 Sekunden vor Drittelende das etwas überraschende 1:0 für Mannheim. Dies war auch der Stand beim Gang in die Kabinen.

    2. Drittel

    Die Partie war lange ausgeglichen, doch wanderte dann Frank Mauer nach einer mehr als umstrittenen Schiedsrichterentscheidung für zwei plus zehn Minuten auf die Strafbank. Dies nutzt Grizzly-Stürmer Tyler Haskins in der 28. Minute zum 1:1 Ausgleich. Doch gaben die Adler die richtige Antwort. In der 30. Minute markierte Youngster Mirko Höfflin auf Zuspiel von Marcus Kink die 2:1 Führung. In der gleichen Minute gar die überraschende 3:1 Führung für Mannheim. Verteidiger Steve Wagner hatte einfach in das Getümmel vor dem  Wolfsburger Tor geschossen und die kleine Hartgummischeibe fand den Weg ins Grizzly-Gehäuse. Eine Minute vor dem Pausenpfiff dann das 4:1 für Mannheim durch Simon Gamache. Dies war auch der Stand nach 40 Minuten. Ein verdiente Adler-Führung, doch fiel sie ein, wenn nicht gar zwei Tore zu hoch aus und entsprach nicht ganz den Spielanteilen.

    3.Drittel

    Das dritte Drittel war knapp 40 Sekunden alt, do zog Grizzly-Verteidiger Armin Wurm trocken ab und der Puck zappelte in den Maschen es Adler-Gehäuses zum 2:4 Zwischenstand. Die Antwort der Mannheimer war das 5:2 durch Ronny Arendt in der 46. Minute. Doch dauerte der Adler-Jubel nicht, denn bereist in der 46 Minute verkürzte der Wolfsburger Brett Palin auf 3:5 Tore. Besonders in den letzten zehn Minuten bemühten sich die Grizzlys noch einmal, um zu verkürzen. Doch fehlte ihren Aktionen meist die Durchschlagskraft. Somit endet die Partie leistungsgerecht mit 5:3 Toren für Mannheim.

    Ausblick: Am Sonntagmittag um 14:30 Uhr empfangen die Adler in der heimischen SAP-Arena die Straubing Tigers.

     

    Wolfburg : Mannheim  3:5 (0:1/1:3/2:1) 

    Tore:  0:1 (19:06) Hospelt (Mauer) - EQ; 1:1 (27:06) Haskins (Furchner/Kohl) – PP!; 1:2 (29:12) Höfflin (Kink/Reul) – EQ; 1:3 (29:33) Wagner (Plachta/Kink) – EQ; 1:4 (39:12) Gamache (Rheault) – EQ; 2:4 (40:55) Wurm (Rosa/Aubin) – EQ, 2:5 (43:11) Arendt (Fischer/Gamache) – EQ; 3:5 (45:34) Palin (Wurm) - EQ

    Strafen: Mannheim 12 Min + 10 Min Disp. Mauer – Wolfburg 2 Min + 10 Min Diszip. Palin

    Torschüsse: Mannheim 19  - Wolfsburg 36

    Schiedsrichter: Aumüller/Lenhart

    Zuschauer: 2.374

     

    Aufstellungen:

    Mannheim: Endras (Brückmann) – Sifers, Wagner, Vernace, Reul, Bittner, Goc, Fischer  – Reault, Hospelt, Arendt, Plachta, Buchwieser, Kink, Gamache, Ullmann, Mauer Arendt, Höfflin, El-Sayed,

    Wolfsburg: Dshunussow (Vogl) – Likens, Bina, Palin, Wurm, Kohl, Brocklehurts, Keller – Milley, Haskins, Abid, Polaczek, Fauser, Furchner, Aubin, Rosa, Höhenleitner, Danner, Pohl, Maye

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