
Von Marcus Diehl › Die Herren der TG Osthofen verloren Zuhause mit 25:26 (11:15) gegen die HSG Rhein-Nahe Bingen. Eine absolut unnötige und ärgerliche Niederlage, denn die Gäste wären an diesem Tag zu schlagen gewesen. „In der Summe war es von allem zu wenig“, kommentierte Trainer Sebastian Bösing das Spiel. In keiner Spielphase fand sein Team in die Partie hinein. Das Manko lag m Angriff, in der ersten Hälfte gab es nur elf Treffer. Das sind die Fans, vor allem in der Wonnegauhalle, nicht gewohnt. Im gebundenen Spiel fand die Mannschaft zu wenig Lösungen oder scheiterten freistehend am gegnerischen Torhüter. Sie wirkten unkonzentriert und die Fehlerquote war zu hoch. Beim 6:6 waren sie noch auf Augenhöhe. Danach kamen sie bis zur Pause auf vier Tore in Rückstand. In der 43. Minute waren es sogar fünf Tore – 17:22.
Was für die Mannschaft sprach, war die Moral, die sie an den Tag legte. Sie kämpfte sich in die Partie zurück und in der 56. Minute wurde der Ausgleich erzielt. Nur den letzten Schritt zum Erfolg konnten sie nicht gehen. In den entscheidenden Phasen standen sie sich selber im Weg. Mit nur 26 Gegentoren sollte ein Spiel in der eigenen Halle gewonnen werden. „Eine positive Haltung und der Glaube ist die Basis - beides war nicht vorhanden. Wir haben noch nicht die Reife, um jede Woche eine super Leistung zu erbringen“, sagte der Coach. Gleichzeitig wollte er das Verletzungspech nicht als Ausrede gelten lassen. Schon länger fehlt Julius Herbert. Mit Esteban Wolf und Philip Kern fehlten wichtige Akteure für die Außenbahnen. Rückraumshooter Luca Steinführer droht mit muskulären Problemen ebenfalls auszufallen. Das sind Kräfte, die nicht ohne weiteres zu ersetzen sind. „Das wird unser Weg sein, auf junge Spieler zu setzen“, stellt Sebastian Bösing fest. Mit Nico Boch, Niklas Sahre und Leo Handrick haben Spieler aus der 2. Mannschaft und der A-Jugend auf der Bank Platz genommen. Der Schritt in die Regionalliga ist in nur wenigen Wochen aber nicht zu bewältigen.
Am Sonntag kommt mit VTV Mundenheim eine Mannschaft in die Wonnegauhalle, die mit einem gewonnenen Punkt hinter der TGO in der Tabelle steht. Käme die TGO wieder in ihren Flow hinein, dürfte der nächste Heimsieg in Reichweite liegen. Voraussetzung ist aber die maximale Leistungsstärke. Der Anpfiff ist um 18 Uhr.