Agenturen für Flugentschädigung besonders häufig erfolgreich vor Gericht
Agenturen für Flugentschädigungen nutzen das widerwillige Zahlungsverhalten der Airlines seit einigen Jahren als Geschäftsmodell. Auf der Grundlage der Fluggastrechteverordnung (EG) Nr. 261/2004 werden Fluggäste in Europa pauschal entschädigt. Doch das erklärt nicht, dass die Nutzung von externen Dienstleistern zur Durchsetzung von Entschädigungen immer noch so populär ist. Zu allem Überfluss hat sich gezeigt, dass die Flugentschädigungs-Agenturen besonders erfolgreich bei der Durchsetzung der Ansprüche ihrer Kunden sind. Unternehmen
wie Flightright melden Erfolgsquoten von 99 % bei Auseinandersetzungen vor Gericht.
Aber warum bessern die Fluglinien nicht nach und worin liegt das Erfolgsgeheimnis der Fluggastentschädiger? Wir gehen der Sache auf den Grund. Außerdem befasst sich dieser Artikel mit der Frage, wie Fluggäste das ihnen rechtmäßig zustehende Geld einfordern können.
Was ist die EU-Fluggastrichtlinie?
Die EU-Fluggastrichtlinie ist eine Reihe von Vorschriften, die die Mitgliedstaaten der Europäischen Union befolgen müssen. Die Richtlinie enthält Bestimmungen über Ausgleichs- und Unterstützungsleistungen bei Verspätungen und Annullierungen. Nach der Richtlinie haben Fluggäste Anspruch auf eine Entschädigung von bis zu 600 Euro, wenn ihr Flug verspätet ist oder annulliert wird.
Wenn Sie ein Fluggast sind, der von einer Verspätung von mehr als drei Stunden betroffen ist und keine höhere Gewalt oder nicht von der Airline zu kontrollierende Umstände vorliegen, stehen die Chancen sehr gut, dass Sie eine pauschale Entschädigung verdienen. Voraussetzung ist, dass der Flug entweder in der EU startet oder landet oder beides.
Entschädigung leicht gemacht
Fluggäste, deren Flüge sich verspäten oder annulliert werden, fragen sich oft, wie sie die ihnen zustehende Entschädigung erhalten können. Dabei gibt es sehr komplizierte, aber auch sehr einfache Wege, zu seiner Entschädigung zu gelangen. Bei manchen Airlines genügt ein formloses Schreiben oder das Ausfüllen eines Online-Formulars, andere Fluggesellschaften reagieren noch nicht einmal auf Anwaltsschreiben. Wer den geringsten Widerstand bei der Durchsetzung des Schadensersatzes verspürt, sollte sich jedenfalls umgehen Beistand suchen. Sehr erfolgreich sind die sogenannten Inkassoanbieter, die sich darauf spezialisiert haben, Fluglinien abzumahnen.
Erfolgsrate von 99 % vor Gericht
Ein wesentlicher Bestandteil der Strategie gegen die Fluggesellschaften besteht darin, nur Fälle anzunehmen, die mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zum Erfolg führen. Inkassoanbieter analysieren die Rechtslage von vornherein sehr detailliert und klagen vor allem dann, wenn die Chancen sehr eindeutig gegen die Airline stehen. Das Gesetz dient dem Verbraucherschutz und ist grundsätzlich eher auf der Seite der Fluggäste. Entscheidungen vor Gericht werden entsprechend wohlwollend gefällt.
Flugentschädigungsagenturen kennen das Gesetz genau und wissen, wie sie den Fluggästen die ihnen zustehende Entschädigung verschaffen können. Wenn Sie eine Verspätung oder Annullierung erlitten haben, zögern Sie daher nicht, sich an eine Flugentschädigungsagentur zu wenden, um zu erfahren, ob Sie Anspruch auf eine Entschädigung haben.
Ablehnung der Ansprüche
Manche Fluglinien zahlen die geschuldeten Entschädigungen nach der europäischen Fluggastrichtlinie leider nur widerwillig. Wenn Ihr Flug mehr als drei Stunden verspätet war oder komplett annulliert wurde, lohnt es sich auf jeden Fall, mit einer Entschädigungsstelle Kontakt aufzunehmen, um zu erfahren, ob Sie Anspruch auf eine Entschädigung haben.
Das Gesetz ist in diesen Fällen eindeutig auf der Seite der Fluggäste, und die Agenturen wissen, wie sie Ihnen die Entschädigung zukommen lassen können, die Ihnen zusteht.