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  • Di., 04. März 2014, 08:09 Uhr
    Der „Hessische Hof“ öffnet als Dorfgemeinschaftshaus nach vierjähriger Bauphase seine Pforten

    Am 7. März ist es endlich soweit!

    Der Saal mit der Bühne bietet gerade Vereinen zahlreiche Möglichkeiten. Foto: Gernot Kirch


    VON GERNOT KIRCH  Es dauerte etwas länger wie geplant und kostete etwas mehr, doch am 7. März ist es soweit und der „Hessische Hof” öffnet im Rahmen einer großen Veranstaltung als Dorfgemeinschaftshaus von Rheindürkheim seine Pforten.

    Und was da gebaut und saniert wurde, kann sich mehr als sehen lassen. Es ist ein wahres Schmuckstück und Juwel, das die Bürger erhalten. Mit seinen Räumlichkeiten und Möglichkeiten wird es das Leben in dem sympathischen Stadtteil nachhaltig verbessern und attraktiver machen. Die Kosten werden sich auf rund 4,1 Millionen Euro belaufen. Ursprünglich waren drei Millionen Euro veranschlagt.

    Startschuss im Jahr 2011
    Der Startschuss für den „Hessischen Hof“ fiel im Jahr 2011, als im Zuge der weltweiten Finanzmarktkrise von Bund und Land Konjunkturprogramme aufgelegt wurden, um die Nachfrage im Bausektor anzukurbeln.

    Dabei sollte die energetische Sanierung von öffentlichen Gebäuden im Vordergrund stehen. Der „Hessische Hof” rutschte mit einer Fördersumme von rund 800.000 Euro auf diese Liste und sollte nach dem Ankauf generalsaniert werden.

    Als im August 2011 nach dem Erwerb des 360.000 Euro teuren Objektes die Arbeiten begannen, stellte sich jedoch rasch die Ernüchterung ein, denn die Bausubstanz stellte sich als sehr marode heraus. Nur der große Saal konnte bestehen bleiben, das Haupt- bzw. Eckgebäude musste hingegen abgerissen und neu gebaut werden. Dies erklärt auch in weiten Teilen die Verzögerungen in den Arbeiten und die erhöhten Kosten. Der Abriss alleine kostete 110.000 Euro. Die Problematik aber war, wollte man die Sanierung – und dies wollten alle am Projekt beteiligten – musste man zähneknirschend die Mehrausgaben in Kauf nehmen.

    Eröffnung mit Verzögerung
    Das Richtfest des „Hessischen Hofes“ wurde unter großer Beteiligung der Bevölkerung am 30. April 2012 gefeiert. Der ursprüngliche Eröffnungstermin in 2013 konnte jedoch nicht gehalten werden, da einige Firmen nicht fristgerecht arbeiteten, was einen „Domino-Effekt” in Bezug auf die Verzögerungen hervorrief, so der Leiter des städtischen Hochbauamtes Karlheinz Mathieu. Auch wollte man eine korrekte Über- bzw. Abnahme und nicht noch alles übereilt erledigen, sodass etwaige Mängel bestehen bleiben.

    Die feierliche Einweihung findet jetzt am 7. März unter Anwesenheit des rheinland-pfälzischen Innenmisters Roger Lewentz sowie mit einem großen Festprogramm statt.  Am 8. März spielt in der Gaststätte, die ebenfalls „Hessischer Hof” heißt und in das Gesamtgebäude integriert ist, eine Liveband.

    Der Pächter des Lokals ist Jörg Luy, dessen Vater in Eich ein bekanntes Restaurant betreibt.

    In Rheindürkheim wird es deutsche und internationale Küche geben. Die Gaststätte „Hessischer Hof“ wird an sechs Tagen die Woche geöffnet haben und bietet 40 Sitzplätze.

    Am 29. März findet dann ein großer Dorfgemeinschaftsabend statt, bei dem sich die Vereine des Ortes präsentieren.

    Großer Saal und Dachterrasse
    Das Herzstück des „Hessischen Hofes” ist zweifelsohne der große Saal, der je nach Bestuhlung – ob mit oder ohne Tische – zwischen 200 und 300 Sitzplätze bietet. Dabei ist die Kapazität der Empore mitgerechnet. Die Anmietung des Saales kostet nach Aussage von Ortsvorsteher Adolf Kessel rund 200 Euro. Dabei steht es dem Mieter frei, ob er für Speisen und Getränke einen externen Caterer nutzt oder auf den Pächter des Lokals, das in das Dorfgemeinschaftshaus integriert ist, zurückgreift. In begrenztem Umfang, etwa für Tischtennis, steht der Saal auch für Sportaktivitäten zur Verfügung.

    Foto: Gernot Kirch


    Die zweite große Attraktion des Dorfgemeinschaftshauses ist die große Dachterrasse mit Blick auf den Rhein. Die Terrasse kann ebenfalls für Festivitäten angemietet werden und die Wahl des Caterers ist frei. Die Miete beträgt 100 Euro pro Tag.

    Haus der Vereine
    Darüber hinaus verfügt der „Hessische Hof” über drei weitere, kleinere Räume, die für die Aktivitäten der Vereine, etwa für Versammlungen oder Chorproben zur Verfügung stehen. Ortsvorsteher Adolf Kessel legt hier wert darauf, dass es sich ganz bewusst um ein Haus der Vereine und Bürger handelt. In erster Linie sollen sich die Menschen hier aufgehoben fühlen und entfalten können.

     

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