Im Rahmen der landesweiten Demographiewoche hatte der Seniorenbeirat zu einer spannenden Vortragsveranstaltung ins WORMSER eingeladen
„Auch du wirst älter”
Der Vorsitzende des Seniorenbeirates, Heiner Boegler, konnte am Montagmorgen zahlreiche Interessierte im WORMSER begrüßen. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Der demographische Wandel in unserer Gesellschaft ist seit langem abzusehen bzw. hat schon mit teilweise massiven Auswirkungen begonnen. Es wird immer mehr ältere und immer weniger jungen Menschen geben. Dies stellt Politik, Wirtschaft und unsere Sozialversicherungssystem vor große Herausforderungen, die der Staat meistern muss. Aber nicht nur die Gesellschaft als Ganzes ist davon betroffen, sondern auch jeder einzelne Mensch spürt die Auswirkungen und muss überlegen, wie er sein Alter gestalten will.
Wobei sich zunächst für viele die generelle Frage stellt, wann gehöre ich eigentlich zu den älteren Menschen? Bereits mit 50 oder erst mit 60, 70 oder gar 80 Jahren. Eines hilft aber in keinem Fall, und dies ist die Augen davor zu verschließen. Daher ist es klug, sich frühzeitig mit den Konsequenzen, aber auch den Möglichkeiten auseinanderzusetzen. Dies beginnt mit dem Beruf oder gar bei Arbeitslosigkeit. Manch ein Betroffener muss sich fragen, welche Chancen habe ich auf dem Arbeitsmarkt als Fünfzigjähriger überhaupt noch? Genauso sollte jeder für sich beantworten, wie möchte ich im Alter leben, was für eine Wohnung stelle ich mir vor? Ganz wichtig dabei natürlich die eigenen finanziellen Möglichkeiten, die den Rahmen absteckt
Der Wormser Seniorenbeirat hatte am Montag von 9 bis 13 Uhr zu der Veranstaltung "Auch du wirst älter! Wie will ich arbeiten, wohnen und leben?" ins WORMSER eingeladen, um die oben angerissenen Themenblöcke zu mit Fachreferenten erörtern. Die Veranstaltung stieß auf großes Publikumsinteresse, sodass die Mehrzahl der Plätze rasch besetzt war.
Der Vormittag war in die drei Bereiche Arbeiten, Wohnen und Leben unterteilt, die jeweils von Experten aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln beleuchtet wurden. So sprachen etwa der Chef der Mainzer Arbeitsagentur, Jürgen Czupalla, und Claus Scherer, der Leiter des Wormser Jobcenters. Ein ganz zentraler Vortag war jener von Jürgen Beck, dem Geschäftsführer der städtischen Wohnungsbau GmbH. Er zeigte die Möglichkeiten, aber auch Schwierigkeit für das Wohnen im Alter auf. Das Einführungsreferat hatte der ehemalige Bürgermeister Georg Büttler gehalten. Er hatte seine Schwerpunkte auf die Bereiche öffentlicher Personenahverkehr und Gesundheit gelegt.
Ein insgesamt sehr positives Fazit zog der Vorsitzende des Seniorenbeirates Heiner Boegler. Alle gesteckten Ziele seine mit den hochwertigen Referaten erreicht worden. Darauf könne der Seniorenbeirat in den nächsten Jahren erfolgreich aufbauen.