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Fr., 01. August 2014, 13:03 Uhr
Jungfernfahrt der neuen Boots-Besatzung beginnt mit dem Heimspiel in der EWR-Arena gegen die U23 des 1. FC Kaiserslautern / Spieler und Trainer sind heiß auf den Auftakt
Auf geht’s mit dem erneuerten Wormatia-Schiff – volle Fahrt voraus in die neue Regionalliga-Saison
Optimistisch und voller Selbstvertrauen geht die Wormatia-Crew, angeführt von ihrem Steuermann und Cheftrainer Sascha Eller, am Samstag um 14 Uhr in das schwere Auftakt-Heimspiel der Saison 2014/2015 gegen die favorisierte U23 des 1. FC Kaiserslautern. Foto: Klaus Diehl
VON KLAUS DIEHL Es ist die wohl jüngste Mannschaft – man kann wohl behaupten seit Jahrzehnten – mit der die „Alte Dame Wormatia“ Fahrt in die Regionalliga-Saison 2014/2015 aufnimmt. Steuermann und Cheftrainer Sascha Eller und seine Stewarts (Co-Trainer) Steven Jones und Simon Eller sowie Torwart-Trainer Christian Adam setzen ihr Vertrauen in eine Mannschaft mit einem Durchschnittsalter von unter 22 Jahren. Max Mehring ist mit 28 Jahren der weitaus Älteste im Kader und führt die junge Truppe am Samstagnachmittag auch als ihr Kapitän gegen die U23 des 1. FC Kaiserslautern auf den derzeit gut bespielbaren Rasen in der EWR-Arena.
Der 1. Offizier ist Benjamin Himmel – zwei echte Wormser Buben, die sich der Verantwortung stellen und dafür sorgen wollen, dass das Wormatia-Schiff stets eine Handbreit Wasser unter dem Kiel hat. Nach Möglichkeit mit einer Mannschaft, in der jeder für jeden kämpft und das Schiffstau fest in der Hand hält. Auf hoher See kann ein Schiff nur fahren und ankommen, wenn ein genaues Ziel die Richtung bestimmt und jeder an seinem Platz vollen Einsatz zeigt und nach besten Fähigkeiten auch seinen Dienst verrichtet.
Die Besatzung besteht derzeit aus 22 Mann, wovon mit Mehring und Himmel, Eugen Gopko, Alan Stulin, Björn Weisenborn und Jonathan Zinram nur ein halbes Dutzend aus der letzten Schiffsreise übriggeblieben sind. Eine Schiffsreise, die das wenig seetüchtige Wormatia-Schiff schwer ins Schlingern brachte und am Ende auch den Heimathafen – sprich Klassenerhalt – nicht mehr erreichte.
Künftig auf eigenen Füßen stehen Da jedoch mit dem SSV Ulm ein Schiff unterging, ein Schiff sich selbst Fahrverbot (Eintracht Frankfurt) auferlegte und zwei Luxusdampfer (SG Sonnenhof Großaspach und FSV Mainz 05 II) jetzt in der 3. Liga auf noch größere Fahrt gehen dürfen, wurde dem Wormatia-Schiff das Patent erneut erteilt, auch in der 7. Saison in der Regionalliga Südwest wieder auf Fahrt gehen zu dürfen. Zum dritten Mal wurde dieses Patent in den letzten sechs Jahren geschenkt. Jetzt heißt es, sich dafür endlich dankbar zu zeigen und mit einer Crew an den Start zu gehen, die auf solche Geschenke nicht mehr angewiesen ist und mittelfristig ihr Schiff auch besser auf Kurs hält. So viel zu Vergangenheit und Gegenwart. Wie, was und warum, darüber wurde in den vergangenen zwölf Monaten genug geredet.
Die neue Besatzung und die Positionen Dafür verantwortlich, dass kein Wasser (Tore) in das Schiff läuft, sind die Torhüter. Nummer Eins ist der 22 Jahre alte Tim Paterok, der bei der TSG Hoffenheim im Bundesliga-Kader stand. Dahinter steht mit Timo Utecht ein noch zwei Jahre jüngerer und ebenso ehrgeiziger wie talentierter Keeper, der vom VfR Bürstadt kam. Dritter im Bunde ist das Wormatia-eigene Greenhorn Dominik Müller. Nachstehend stellen wir die Spieler vor, die nach NK-Beobachtung durchaus als erste Wahl heute auflaufen könnten. Das wären in der Vierer-Abwehrkette Eugen Gopko (rechts) und Alan Stulin (links). In der Innenverteidigung die beiden Neuen Benjamin Maas (SV Darmstadt 98) und der erst diese Woche verpflichtete Kristian Maslanka (Eintracht Frankfurt II). Für die Sechser-Position setzt Cheftrainer Sache Eller wohl auf die beiden Kapitäne Benjamin Himmel und Max Mehring. Für den offensiven Part im Mittelfeld dürften wahrscheinlich Sascha Wolters (SV Elversberg) und Enis Saiti (SV Waldhof) in Frage kommen.
Als vorderste Spitzen haben wohl Jonathan Zinram, der in den letzten Testspielen einen gänzlich positiveren Eindruck als letztes Jahr machte und der weitere Neuzugang Florian Treske (SSV Ulm 46) die besten Einsatzchancen.Die weiteren die Neuen wie Ali Özgün, er muss noch ein Spiel Sperre aus der letzten Saison absitzen, wo er noch beim VfR Bürstadt spielte, und Ideal Iberdemaj, der vom SC Pfullendorf kam, ist verletzt. Auf der Bank sitzen noch jüngere Matrosen, die auf ihren Einsatz warten. Zuvorderst Sandro Löchelt, Björn Weisenborn und Rik Himeleers, alle aus dem eigenen Nachwuchsbereich. Dazu zählen auch Max Bergemann-Gorski, Bartosz Pastusiak und Marius Fotescu (alle U19 + U23) und der aus der U19 des 1. FC-Kaiserlautern gekommene Ricardo Antonaci.
Seit dem WM-Sieg der deutschen National-Mannschaft ist belegt, dass eine Mannschaft immer aus 14 Spielern am Spieltag besteht, die im Bedarfsfall sofort nach Einwechslung dem Spiel neue Impulse geben sollten, wenn dies der Steuermann und Cheftrainer Sascha Eller für nötig erachtet. Alla Wormatia, Leinen los, packen wir es an!