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  • Do., 17. Juli 2025, 13:31 Uhr
    WORMS: Landtagsabgeordneter und Sozialdezernent besuchen Gemeinschaftspraxis

    Austausch über hausärztliche Versorgung

    Isabell Hennze, Dr. Wolfgang Manstein und MdL Dirk Beyer (SPD).
    Foto Patricia Sonek

    Der rheinland-pfälzische Landtagsabgeordnete Dirk Beyer (SPD) und der Wormser Sozialdezernent Waldemar Herder besuchten die ärztliche Gemeinschaftspraxis in der Römerstraße in Worms. Beim Austausch mit den Hausärzten Dr. Wolfgang Manstein und Isabell Hennze stand die angespannte Lage in der hausärztlichen Versorgung der Stadt im Mittelpunkt.

    Die beiden Ärzte schilderten die wachsenden Herausforderungen: Überalterung im Kollegium, Nachwuchsmangel und wirtschaftliche Hürden bei der Praxisgründung führen dazu, dass es zunehmend schwieriger wird, junge Medizinerinnen und Mediziner für eine Tätigkeit als Hausarzt zu gewinnen. Eine Möglichkeit, dem entgegen zu wirken, bestehe darin, junge Ärzte zu beschäftigen und einzubinden, sofern dies in einer Praxis räumlich möglich sei. Allerdings sei der Mangel an geeigneten und bezahlbaren Praxisräumen abschreckend auf potenzielle Nachfolgerinnen und Nachfolger.

    Ein Lösungsansatz könnte sein, so Dr. Manstein, dass die Kommune als verlässlicher Partner Praxisräume auf langfristiger Mietbasis zur Verfügung stellen würde. „Wenn die Kommune geeignete Räumlichkeiten über langfristige Mietverträge bereitstellt, senkt das das wirtschaftliche Risiko für junge Ärztinnen und Ärzte erheblich und bindet diese auch langfristig an den Standort. Damit könnten wir gezielt mit der Kommune planen und die hausärztliche Versorgung stärken“.

    Abgeordneter besorgt

    Dirk Beyer zeigte sich nach dem Gespräch besorgt. „Die hausärztliche Versorgung ist ein zentrales Element der Daseinsvorsorge – gerade auch im Hinblick auf den demografischen Wandel. Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, Hürden für junge Ärztinnen und Ärzte abzubauen und Anreize für eine Niederlassung zu schaffen.“ Es müsse genau geprüft werden, wie dieses Ziel am besten zu erreichen sei. Welche Unterstützungen es von kommunaler oder Landesseite geben könne, möchte Beyer ebenfalls prüfen.

    Kommunales MVZ als Option

    Beide Politiker kündigten an, die Anregungen aus dem Gespräch in die weiteren kommunalen und landespolitischen Beratungen einzubringen. Im Stadtrat will die SPD-Fraktion, deren Vorsitzender Dirk Beyer gleichzeitig ist, die Initiative ergreifen. Ziel sei es, tragfähige Strukturen zu schaffen, um drohenden Versorgungsengpässen entgegenzuwirken. Sei es durch die Umsetzung der angesprochenen Variante oder durch ein kommunales MVZ. „Andere Kommunen haben es erfolgreich vorgemacht. Das sollte auch in Worms möglich sein.“; so Beyer abschließend.

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