
Von Rudolf Uhrig > „Was wäre Worms ohne Pfeddersheim?“ Ein Satz, den Ex-Oberbürgermeister Michael Kissel gerne bei vielen Gelegenheiten den Pfeddersheimern zurief. Und in der Tat, mit dem Festakt zu „500 Jahre Bauchernschlacht“ machte die einstige Reichsstadt im rheinhessischen Pfrimmtal ihrem guten Ruf wieder alle Ehre. Aber die Pfeddersheimer können noch mehr, nämlich Pfeddersheimer Markt. Und trotz gewachsener Tradition ist der Vorstand des Pedderschmer Markt e.V. unermüdlich und entwickelt das Fest weiter und weiter. Schließlich ist es nach dem Willen der Pfeddersheimer „das größte Volksfest an der Pfrimm.“ Das stellten sie dieser Tage wieder unter Beweis: fünf Tage wurde gefeiert.
Eröffnet wurde der Festreigen am Freitag auf dem Festplatz in der Grabenstraße, wo der neue Winzerborsch Maximilian Schildknecht unter Mitwirkung des Projektchors zu 500 Jahren Bauernschlacht neu in sein Amt eingeführt wurde. Mit Marktfraa Tabea Senn wird das Paar für ein Jahr den größten Wormser Ortsteil nunmehr offiziell bei allen Festivitäten vertreten.
Der katholische Kirchenmusikverein unterhielt mit einem Konzert. Beim Ökumenischen Marktgottesdienst wirkte der Pop- und Gospelchor „Happy Voices“ mit.
Marktfrühstück, Seniorennachmittag und Kinderolympiade boten für Jung und Alt Abwechslung und Spannung. Neu kreiert wurde der Markttriathlon für Vereine und Freundesgruppen, der die legendäre Marktolympiade nunmehr ersetzte.
Und dann waren die sprichwörtlichen Partynights mit vielen Bands angesagt. Auch das Weingut Hinter der Kirche von Oliver Knab lud zu seinen Hoffesten ein.
Höhepunkt aber ist und bleibt der große Umzug am Sonntag. Rund 40 Zugteilnehmer, angeführt von der freiwilligen Feuerwehr, schlängelten unter anderem durch die Gabelsbergerstraße, die Paternusstraße und die Sankt Georgen-Straße, wo Hunderte den Teilnehmern zuwinkten. Natürlich gab es Süßigkeiten für die Kinder und Wein für die Großen. „Die schenken aber mächtig aus, der Becher ist immer voll und der Wein schmeckt sogar richtig gut“, so das Fazit eines Besuchers.
Winzerborsch und Marktfraa grüßten vom ersten Festwagen, gefolgt von der Kulturinitiative, die die Bauernschlacht noch einmal „hochleben“ ließ. Der Schützenverein, die Theaterkids vom Kreativwerk, der Spielmannszug der FFW Lorsch, die Kindertagespflege „Die Schildkrötenfinder“, natürlich die Fischerwääder und die Zumba-Gruppe der TSG waren mit von der Partie. Ebenso viele Majestäten und Kerwerepräsentanten der umliegenden Ortschaften.
Ein Hingucker aber war der anlässlich seines Jubiläums über-, über-, übergroße Einkaufswagen von EDEKA Röß. Und auch die MarBea Pflegedienst GmbH war aus Anlass ihres 15-jährigen Jubiläums ebenfalls beim Marktumzug dabei.
Bei Kaiserwetter war nicht nur der 31. Festumzug ein voller Erfolg, sondern das ganze Fest.
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