
Bücher können Türen öffnen: zu fernen Ländern, zu neuen Gedanken und manchmal auch zu mehr Selbstvertrauen. Wie kraftvoll Lesen sein kann, wurde beim Stadtentscheid des 67. Vorlesewettbewerbes in Worms eindrucksvoll deutlich.
Schüler aus sieben Wormser Schulen traten am Mittwoch an, um zu zeigen, wer die Geschichten nicht nur lesen, sondern lebendig werden lassen kann. Mit Ausdruck, Mut und großer Begeisterung präsentieren sie ihre ausgewählten Textstellen vor Publikum und Jury – und bewiesen dabei, dass Vorlesen weit mehr ist als Technik: Es ist Gefühl, Interpretation und Persönlichkeit.
Gerade in einer Zeit, in der digitale Medien den Alltag prägen, kommt dem Lesen eine besondere Bedeutung zu. Lesen stärkt Sprachkompetenz, Konzentrationsfähigkeit und Empathie. Es fördert Fantasie, kritisches Denken und eröffnet jungen Menschen neue Perspektiven. Der Vorlesewettbewerb setzt hier ein wichtiges Zeichen für Bildung, Chancengleichheit und die Freude an Geschichten.
„Lesen ist der Schlüssel zu Bildung und gesellschaftlicher Teilhabe. Wenn Kinder entdecken, dass Bücher ihnen die Welt öffnen können, gewinnen sie nicht nur Wissen, sondern auch Selbstvertrauen“, betont Wenke Zeibe, Leiterin der Wormser Kinder- und Jugendbücherei. „Der Vorlesewettbewerb zeigt jedes Jahr aufs Neue, wie viel Begeisterung, Mut und Talent in unseren jungen Leserinnen und Lesern steckt.“
Nach einem vorbereiteten Text stellten die Teilnehmer ihr Können auch mit einem unbekannten Abschnitt aus einem fremden Buch unter Beweis. Diese Herausforderung meisterten sie mit beeindruckender Souveränität. Die Jury – aus Christian Haslinger (amtierender Präsident Rotary-Club Worms Nibelungen), Marina Held (Journalistin Wormser Zeitung), Lale Mebert (Stadtsiegerin 2025), Dr. Walter Ferbert (ehrenamtlicher Vorlesepate) und Ines Dujaka (Thalia Worms) – würdigte die Leistung aller Beteiligten und betonte das hohe Niveau des Wettbewerbs.
Am Ende konnte sich Benjamin Obenauer vom Rudi-Stephan-Gymnasium durchsetzen und wird Worms beim Bezirksentscheid im April vertreten. Doch gewonnen haben an diesem Tage alle Teilnehmenden an Erfahrung und an Selbstvertrauen.
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