
Von Florian Helfert › Auf stolze 3.000 Euro beläuft sich der Spendenbetrag aus dem Adventskonzert des Landespolizeiorchesters Rheinland-Pfalz von Ende November im Wormser Dom. „Ein Besucher- und Spendenrekord“, blickt Polizeipräsident Reiner Hamm erfreut und dankbar auf das beste Ergebnis der vergangenen zehn Jahre respektive seiner Amtszeit zurück. Im kleinsten und schlanksten der drei rheinischen Kaiserdome wurde die Summe bei der symbolischen Scheckübergabe im Beisein der Wormser Polizeidirektorin Corinna Koch am Montag je hälftig an den Dombauverein und die Polizeiseelsorge übergeben.
Stellvertretend für den Dombauverein berichtete Domprobst Tobias Schäfer, dass die Spende beim Restaurieren und Konservieren von zwei der fünf spätgotischen Kreuzgangreliefs einfließen werde. Sie zählen zu den qualitätsvollsten Zeugnissen der Bildhauerkunst ihrer Zeit. Nach Jahrhunderten der Bewitterung und mehrfachen Versetzungen weisen sie erhebliche Schäden auf, sodass sie auch dank Förderbescheide des Landes Rheinland-Pfalz sowie der Deutschen Stiftung Denkmalschutz aktuell schonend gereinigt, gefestigt und restauratorisch für die Nachwelt gesichert werden (der NK berichtete).
Esther Braun-Kinnen, Polizeiseelsorgerin des Bistums Mainz, berichtete, dass die Polizeiseelsorge der katholischen sowie der evangelischen Kirche nach einschneidenden Ereignissen und im alltäglichen Einsatzgeschehen als Ansprechpartner für Polizistinnen und Polizisten bereit stünde. Die gespendeten Mittel werden ihr zufolge wieder eine Kinderfreizeit für rund 40 Kinder von Polizeibediensteten im nächsten Sommer ermöglichen. „Wenn etwas übrig bleibt“, so Braun-Kinnen, „kommt es unseren Seminaren zum Umgang mit Unglück und Tod oder beispielsweise auch zum Thema Resilienz zugute“.
Wie Musik und Gemeinschaft für eine gute Sache zusammenkommen können, hat das Adventskonzert des Landespolizeiorchesters Rheinland-Pfalz einmal mehr eindrucksvoll bewiesen.
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