
Bunte und artenreiche Wiesen sind in unserer Landschaft selten geworden. Sie sind wichtige Refugien für Wildbienen, Schmetterlinge und Singvögel. Diese wichtigen Biotope anzulegen und zu erhalten, ist eine Herzensangelegenheit für die Aktiven in der BUND-Kreisgruppe Worms.
In Pfeddersheim kümmern sich die Naturschützerinnen und Naturschützer um zwei besonders wertvolle Blühwiesen: eine an der Bluthohl und eine oberhalb der Mittelbergshohl, an einer ehemaligen Pferdekoppel. Damit die Wiesen erhalten bleiben, müssen sie regelmäßig gemäht werden. Deshalb rief der BUND zur Heuernte in Pfeddersheim auf.
Diesem Aufruf folgten am 21. September mehrere BUND-Aktive und eine Gruppe der Pfeddersheimer Pfadfinder. Nach etwa vier Stunden Einsatz bei schönstem Spätsommerwetter war alles erledigt. Belohnt wurden die Helferinnen und Helfer im Anschluss mit einem leckeren Picknick.
Das wertvolle Heu mit seinen seltenen Blumen wie Duftskabiose und Kartäusernelke dient als Spenderheu für eine neue Wiese in Herrnsheim. Durch die Übertragung des Heus werden nicht nur die wertvollen Samen, sondern auch viele Insekten und Mikroorganismen übertragen. So kann sich dort ein neuer Lebensraum entwickeln.
Überschattet wurde die Aktion durch einen gefährlichen Zwischenfall. Ein Junge aus der Pfadfindergruppe wurde bei der Pferdekoppel nach einer Trinkpause von einer Betreuerin mit einem Pflaster versorgt. Dabei näherte sich ein bekannter Pfeddersheimer Winzer mit seinem Traktor. Anstatt den beiden Zeit zu lassen, wegzugehen, fuhr der Winzer mit hohem Tempo sehr nahe an den beiden vorbei und überfuhr Getränkeflaschen und Becher.
„Wir setzten uns in unserer Freizeit für die Natur ein und wurden dabei von engagierten Jugendlichen unterstützt. Anstatt dies zu würdigen, gefährdet ein cholerischer Mensch Leib und Leben eines Kindes und einer Betreuerin. Das ist nicht hinzunehmen und wird Konsequenzen haben“, sagt Michael Leukam, Vorsitzender der Kreisgruppe.
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