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Mi., 03. September 2014, 12:34 Uhr
Gegen den TuS Mechtersheim musste sich der Oberligist TSG Pfeddersheim mit einem 1: 1 zufrieden geben
Da gab es leider nur sehr wenig auf dem Notizzettel zu notieren
Fast kniend köpfte Kevin Gotel (links) in der 64. Minute zum 1:1-Ausgleich für die TSG Pfeddersheim im Heimspiel gegen den TuS Mechtersheim ein. Foto: Felix Diehl
VON KLAUS DIEHL Zwischen Willen, Wollen und Können liegen beim Fußball schon Unterschiede. Vor allen Dingen, wenn das Wollen nicht den nötigen Willen voraussetzt. So auch am letzten Samstag im Uwe-Becker-Stadion in Pfeddersheim, wo der gastgebende Oberligist eine ganze Halbzeit brauchte, um erkennen zu lassen, warum man eigentlich auf dem gut bespielbaren Rasen um 15.30 Uhr einlief. „Heimsieg“ lautete zwar der Schlachtruf im Kreis unmittelbar vor dem Anpfiff, doch war davon nichts zu spüren und zu sehen. Schon eher erkennbar, dass Mechtersheim – mit fußballerischen Mitteln nicht gerade besonders gesegnet – „Hier gewinnen wir“ in das weite Stadion geschmettert hatte.
Wenn man dazu bereits vorweihnachtliche Geschenke verteilt, so darf man sich nicht wundern, bereits nach neun Spielminuten zurückzuliegen. Nach einer Ecke schauten jedenfalls jede Menge TSG-Spieler zu, wie sich Gästespieler Georg Ester wunderte, warum ihn denn kein TSG-Spieler am Schuss hindern wollte, und als Lösung das runde Spielgerät einfach aus etwa 14 Metern unhaltbar für den TSG-Keeper Thorsten Müller in das lange Eck schoss.
Das fand der TSG-Senior alles nur nicht amüsant. Wer glaubte, dass die Platzherren nun aus ihrer Lethargie aufwachen würden, der sah sich bis auf zwei Standard-Situationen regelrecht enttäuscht. Da kamen die Schützlinge von TSG-Coach Norbert Hess in der Vorwärtsbewegung einfach nicht in die Gänge und konnten froh sein, dass die Gäste sich nicht mehr zutrauten bzw. wenigstens die TSG-Defensive nicht mehr zuliessen. Der zweite gefährliche Schuss auf das Pfeddersheimer Tor folgte erst in der 90. Minute. Doch diesmal ließ sich Thorsten Müller nicht überraschen.
Lebhafter in Richtung Gästetor
Mit dem erst in der 58. Minute für Sebastian Schulz eingewechselten Kevin Gotel, warum nur so spät, wurde es im zweiten Durchgang schon weitaus lebhafter in Richtung Gästetor. Diese griffen nun, wenn man nicht mehr zu bieten hat, öfter zu taktischen Fouls. Leidtragender war der junge Yannik Krist, der voll die Faust eines Gegenspielers in das Gesicht bekam, und mit einer Kieferverletzung in der 75. Minute gegen Enis Aztekin ausgewechselt werden musste.
Zuvor köpfte Kevin Gotel (64.) zum 1:1-Ausgleich ein. Voraus ging eine gelungene Angriffsaktion von Philipp Stiller über Sebastian Kaster, dessen Flanke punktgenau den Flug zum Torschützen fand.
Es ist an dieser Stelle müßig darauf hinzuweisen, dass Pfeddersheim danach dem Siegtor näher war. Doch es sollte nicht sein, gegen einen abwehrstarken aber spielerisch bemittelten Gegner, den man von Beginn an entsprechend unter Druck hätte setzen müssen. Sicherlich muss mit Mathias Tillschneider einer der Besten bei der TSG Pfeddersheim in der Innenverteidigung und zusammen mit Robin Schittenhelm für Ordnung sorgen, was diese auch meist bestens tun, doch müssen dafür einige TSG-Spieler im nach vorne Spielen einfach mehr Mumm und Willen zeigen, dies aber bereits ab der 1. Spielminute.
Für die TSG Pfeddersheim spielten: Thorsten Müller, Philipp Stiller, Robin Schittenhelm, Mathias Tillschneider, Christopher Ludwig, Steffen Litzel, Sebastian Schulz (58. Kevin Gotel), Yannik Krist (75. Enis Aztekin), Tobias Klotz, Dennis Seyfert, Sebastian Kaster.