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  • Mo., 24. August 2026, 08:04 Uhr
    Fussball Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar: Wormatia verliert zu Hause beim SV Auersmacher mit 2:1 / Team lies negativ aufhorchen

    Damit war nicht zu rechnen …

    Dies war noch eine der besseren Chancen, doch Mert Özkaya scheiterte wenige Meter vor dem Kasten an Timo Müller.
    Foto: Felix Diehl

    Von Marcus Diehl › Wer die Wormatia beim letzten Heimspiel gegen Pirmasens beobachtet hatte und am Samstag das Spiel gegen den SV Auersmacher, wurde am Samstag in negativer Sicht überrascht: Selten, dass zwei Partien in der EWR-Arena in solch krassen Darbietungen ausgetragen wurden. 

    Alles, was das Team in der bisherigen Saison auf den Rasen brachte, hat es im Kollektiv wohl in der Kabine gelassen. Die Gäste aus Auersmacher entführten mit einem hochverdienten 2:1 (2:1)-Auswärtssieg drei Punkten. Dabei kann auf Wormatia-Seite nichts schöngeredet werden, in allen Punkten waren die Wormser nicht in Höchstform. Und das bei einen Gegner, der nicht auf den vorderen Plätzen in der Tabelle zu erwarten ist. 

    Mit ganz einfachen Mitteln wurde dem VfR „die Zähne gezogen“. In der Defensive stand man sehr stabil und in der vorderen Front war ein Marcus Kasongo-Nd’Jele, der die komplette Abwehrreihe der Wormatia ganz alleine beschäftigte. Vor allem Altin Vrella hatte einen ganz schweren Stand gegen ihn. Am Dienstag war er der beste Wormate auf dem Platz, jetzt lieferte Altin eine seiner schwächsten Leistungen im VfR-Dress – ausgenommen Luca Pedretti ausgenommen, galt dies aber für jeden Akteur mit dem VfR-Logo auf dem Rasen.

    Ordentliche Anfangsphase

    Die Anfangsphase war noch recht ordentlich. Gleich zu Beginn wurde Belel Meslem zwei Mal im Strafraum geblockt. Da war schon zu sehen, dass der SV mit viel Kampfgeist agieren würde und dem konnte das Team von Trainer Artur Lemm nichts entgegensetzen. Auch wenn es jetzt das dritte Spiel innerhalb von neun Tagen war – man weiß es nicht. 

    Es entstand der Eindruck, dass die Beine wollten, allerdings der Geist nicht, es fehlte die geistige Frische. In der 11. Minute durfte Mert Özkaya auf der Linie einen Kopfball entschärfen. Obwohl alle Wormatia-Spieler in und um den Strafraum standen, kam der Eckball direkt auf den Kopf von Maximilian Escher. 

    Die Führung der Gäste in der 22. Minute leitete Mert Özkaya ein. Ohne Bedrängnis verwechselte er die Trikotfarbe und spielte den Ball genau in die Füße von Marcus Kasongo-Nd’Jele. Luca Pedretti konnte den ersten Versuch zwar noch stoppen, beim zweiten Abschluss war er dann aber machtlos. Dabei standen fünf Wormaten in der direkten Umgebung, schienen aber nicht in der Lage, einzugreifen. 

    Zweikampfhärte fehlte

    Der einzige zielgestrebte Angriff brachte kurz darauf den Ausgleich. Balleroberung in der eigenen Hälfte, schnelles Spiel über drei Stationen und Mert Özkaya traf überlegt in die lange Ecke. In der Folge gab es zwar einige Halbchancen, doch fehlende Zweikampfhärte, zu viele einfache Fehlpässe und das Spiel nehm seinen Lauf. 

    In der 41. Minute leistete sich dann Altin Vrella im Spielaufbau einen einfachen technischen Fehler. Ein klassischer Konter folgte zum erneuten Rückstand, dabei herrschte etwas Chaos im Strafraum. Der Ball hätte geklärt werden können – sogar müssen! Marcus Kasonga-Nd’Jele traf so zum zweiten Mal. 

    In der zweiten Hälfte waren die Gäste dem dritten Treffer näher als der VfR dem Ausgleich, das Bemühen war nicht immer abzustreiten. Es gelang aber nicht! Die Fehlerquote stieg immer mehr, es waren einfach zu leichte Konzentrationsfehler mit dabei. Über die langen Bälle schmunzelten die Gäste nur. Das, was die Mannschaft bisher auszeichnete – Leidenschaft und Dynamik – fehlte in allen Teilen.

    Jetzt schon den Stab über die Mannschaft zu brechen, wird ihr nicht gerecht. Nur sollte eine solche Leistung nicht wiederholt werden, wenn es eine bessere Saison als der letzten werden sollte. 

    Nächstes Spiel am Samstag

    Am Samstag geht es um 15.30 Uhr dort gegen den SV Gonsenheim. Er steht mit einem Sieg aus vier Partien im Tabellenkeller – eine Mannschaft, die ihre Probleme in dieser Saison hat. Gonsenheim wird sich in der Spielweise von Auersmacher anpassen: Der Wormatia das Spielfeld überlassen und dann mit schnellen Kontern zum Erfolg kommen. Das Team muss dafür jetzt die richtigen Lösungen finden.     

     

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