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Di., 11. Februar 2014, 00:11 Uhr
Mit der bisher besten Saisonleistung wurde dem Tabellendritten TV Bodenheim mit einem 29: 17-Sieg das Fell gewaltig über die Ohren gezogen
Das machten die TGO-Handball-Damen einfach viel besser
VON KLAUS DIEHL Was machen wir am morgigen Sonntag, so die Frage an Kristina Wolf als Trainerin der weiblichen A-Jugend der TG Osthofen nach deren 29:20-Sieg am späten Samstagabend in der Wonnegauhalle gegen die SG TSG/DJK Bretzenheim.
„Wenn sie das Spiel am Sonntag gegen den Tabellendritten TV Bodenheim meinen, so will ich gewinnen.“ Die neben Nele Ollinger sechsfache Torewerferin nahm nicht nur persönlich den Schwung ihrer A-Juniorinnen mit, sondern konnte auch ihre Mitspielerinnen am Sonntagnachmittag in jeglicher Hinsicht mitreißen.
Bestes Saisonspiel bislang
Es war das mit Abstand beste Spiel der TGO-Damen in dieser Saison. Man merkte vom Anpfiff weg den unbedingten Siegeswillen, wenn die Spielerinnen sich erst ab dem 6:5 so allmählich aus dem Staub machten und die völlig irritierten Bodenheimerinnen sich bereits uneinholbar mit 9:17 im Hintertreffen sahen.
Das war absolut sehenswerter und guter, wenn nicht sogar sehr guter Frauen-Handball und es ist wirklich schade, dass man zu Saisonbeginn noch nicht in die Erfolgsspur fand. Wer bisher alle Rheinhessenliga-Damen-Teams in der Wonnegauhalle Osthofen und in der Nikolaus-Doerr-Halle in Worms spielen sah, der suchte eine derart auftrumpfende Mannschaft, wie die Schützlinge von Trainerin Vida Tauriene und Co-Trainerin Maria Diemer, in dieser Saison bisher vergeblich. Das fing mit einer überragenden Katja Morasch im Tor an und setzte sich bis zur jüngsten Feldspielerin fort.
Ball lief wie am Schnürchen
Da lief der Ball mit meist hohem Tempo wie am Schnürchen und am Ende durften die Bodenheimer Damen noch froh sein, nicht noch weitaus höher verloren zu haben, hatte man auf TGO-Seite, alleine Mona Schmitt vergab in der Schlussviertelstunde dreimal frei vor der TVB-Torhüterin, etliche weitere gute Tormöglichkeiten ausgelassen.
Etwas Mitleid hatte die Schiedsrichterin, die elf Siebenmeter für Bodenheim gab, wovon vier geradezu kläglich nach der Pause vergeben wurden, dazu sechs Zeitstrafen auf TGO-Seite. Sicherlich nicht in allen Fällen sowohl vom Punkt wie auch für die Strafbank nachvollziehbar. Dagegen gab es nur einen Strafwurf für die TGO-Damen und keine Zeitstrafe für die Gäste. Ein Beleg dafür, wie schnell man auf TGO-Seite spielte und von der TVB-Abwehr auch kaum zu greifen war. Selbst bei deutlicher Führung in der Abwehr ließ man kaum etwas zu. Vida Tauriene gewohnt sachlich: „Das waren zwei Halbzeiten, die so in Ordnung waren.“
Trotz Klassespiel nur 2 Punkte
Doch für ihre Schützlinge gilt, dass es auch nach einem solchen Klassespiel nur zwei Punkte dafür gibt. Auf jeden Fall scheint es nicht unwahrscheinlich, dass vielleicht noch der Sprung auf Platz zwei gelingen kann, wenn man die Leistung gegen Bodenheim weiter auf das Hallen-Parkett in den restlichen acht Spielen bringen kann. Die Tore verteilten sich auf acht Spielerinnen.
Für die TGO-Damen spielten: Katja Morasch, Patricia Seelig (Tor), Manuela Zimmermann, Mona Schmitz (4), Annika Reich, Lisa Wolff (2), Maria Diemer (1), Johanna Saul (4), Mura Ripp (3/1), Nele Ollinger, Kristina Graf (je 6), Jasmin Bott (3).