Die Mannheimer Kufencracks verloren am Freitagabend mit 3: 6 Toren in Hamburg, bleiben aber Tabellenführer
Derbe Klatsche für Adler
Lange Gesichter, wie hier bei Glen Metropolit, gab es heute bei den Adlern. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Die Mannheimer Adler erwischten am Freitagabend in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) einen rabenschwarzen Tag. Mit 3:6 (1:1/0:4/1:2) Toren unterlagen sie deutlich bei den Hamburg Freezers. Stand es nach dem ersten Drittel noch ausgeglichen 1:1 unentschieden, kamen die Mannheimer im zweiten Abschnitt mit 0:4 Toren vollkommen unter die Räder. Der letzte Abschnitt war belangloses Schaulaufen.
Hamburg zeigte ein tolle Leistung und unterstrich, dass sie die Mannschaft der Stunde in der DEL sind. Nach dem 8.1 gegen Nürnberg und dem 5:0 gegen Augsburg folgt nun das 6:3 gegen Mannheim. Die Adler konnten hingegen nicht an die guten Leistungen der letzten Wochen anknüpfen. Der Motor stockt. Nun ist allen in der Quadratestadt klar, dass die Tabellenführung bis Saisonende kein Selbstläufer ist, sondern man dafür hart arbeiten muss. Und diesen Arbeitswillen ließen die Blau-Weiß-Roten in Hamburg - besonders im Mittelabschnitt - vollkommen vermissen. Wollen die Adler zurück in die Erfolgsspur muss sich besonders eines ändern, es muss wieder um jeden Puck gefightet werden und die Laufbereitschaft muss ich deutlich erhöhen. Ob dies gelingt, können die Adler beim Heimspiel am Sonntag gegen Krefeld zeigen. In der Tabelle bleiben die Mannheimer auf Rang eins vor München.
1.Drittel
Die Mannheimer erwischten einen Traumstart, bereits nach 22 Sekunden zappelte der Puck im Hamburger Tor und Mannheim führte durch den Treffer von Marcus Kink mit 1:0 Toren. In der Folge war es eine ausgeglichene Partei und beide Teams hatten gute Gelegenheiten. Schließlich war es Mat Pettinger, der den 1:1 Ausgleichstreffer für die Hanseaten markierte. Mit dem gerechten Zwischenstand von 1:1 ging es in die Pause.
2. Drittel
Es waren gerade 29 Sekunden im zweiten Abschnitt gespielt, da erzielte Thomas Oppenheimer die 2:1 Führung für Hamburg. Und ehe die Adler richtig wachwerden konnten, markierte Nicolas Krämmer das 3:1 in der 23. Minute für die Nordmänner. Die Mannheimer wirkten geschockt und nichts lief mehr zusammen. Was fehlte war die Gegenwehr der Blau-Weiß-Roten. Nur mehr die Freezers marschierten. Die logische Konsequenz das 4:1 für die Hanseaten in der 29. Minute durch Kevin Clark. Und damit noch nicht genug, in der 36. Minute legte Jerome Flaake zum 5:1 nach. Vollkommen frustriert verließ nun Adler-Torsteher Dennis Endras sein Gehäuse und machte Platz für Youri Ziffzer. Mit diesem demütigenden Zwischenstand ging es in die Kabinen.
3. Drittel
Im letzten Abschnitt plätscherte das Match nur mehr vor sich hin. Hamburg wollte das Ergebnis verwalten und bei Mannheim fehlte das große Aufbäumen. In der 51. Minute dann der 2:5 Anschlusstreffer für Mannheim durch Jochen Hecht. Doch ehe bei den Kurpfälzern Hoffnungen aufkeimen konnte, traf Mat Pettinger zum 6:2 für die Nordmänner. In der 54. Minute verkürzte Adler-Stürmer Matthias Plachta auf 3:6 Toren. Zwar glaubte kaum einer, dass die BLau-Weiß-Roten die Partei noch drehen konnte, doch klingt ein 3:6 nicht ganz so desaströs wie es der 1:5 Zwischenstand nach dem zweiten Drittel andeutete.