
Insgesamt sechs Judokas stellten sich am vergangenen Wochenende der Konkurrenz beim Deichstadtcup in Neuwied. Die Nachwuchssportler zeigten Kampfgeist und durften sich über Erfolge freuen – auch wenn der Wettkampf von einem verletzungsbedingten Pechfall überschattet wurde.
In der Altersklasse U11 ging Enes Haqverdiyev im Leichtgewicht an den Start. Nach einem Auftaktsieg musste er sich im Folgekampf lediglich durch eine strittige Konterwertung geschlagen geben. Im anschließenden kleinen Finale ließ er jedoch nichts mehr anbrennen, rief seine volle Stärke ab und belegte einen 3. Platz. Für Liano Maysiuk war es erst die zweite Turnierteilnahme überhaupt. Auch wenn er nach zwei Begegnungen vorzeitig ausschied, konnte er Wettkampferfahrung sammeln.
Kira Schneider erwischte ebenfalls ein starkes Teilnehmerfeld: In der zweiten Runde konnte sie zwar einen Sieg verbuchen, für eine Platzierung reichte es am Ende jedoch leider knapp nicht.
Besonders bitter verlief der Wettkampf für Klara Kuhle. Sie kämpfte sich in ihrer Gewichtsklasse bis ins Halbfinale vor, wo ihr der Finaleinzug verwehrt blieb. Im kleinen Finale um die Bronzemedaille zeigte sie erneut gute Ansätze. Bei einem Angriffsversuch fiel ihre Kontrahentin jedoch unglücklich auf ihre Schulter. Die Diagnose nach der Erstversorgung durch den Mattenarzt: Schlüsselbeinbruch mit anschließendem Transport ins Krankenhaus.
In der U13 gaben Jaylee Maysiuk und Ugur Haqverdiyev ihr Bestes. Jaylee erkämpfte sich in ihrer Gewichtsklasse den 2. Platz. Ugur Haqverdiyev traf im Auftaktkampf direkt auf ein hoch gehandeltes Talent aus Offenbach. Trotz des gegnerischen Erfahrungsvorsprungs agierte Ugur mutig. Zwar musste er diesen Kampf abgeben, kämpfte sich jedoch über eine Trostrunde bis ins kleine Finale vor. Dort beeindruckte er mit einem Sode-tsuri-komi-goshi und belohnte sich mit der Bronzemedaille.
Das Niveau dieses Turniers lässt sich mit dem einer Gruppenmeisterschaft vergleichen – was den Wert der errungenen Medaillen nochmals unterstreicht.