Anonyme Spender ermöglichen den Osthofener Ersthelfern die Anschaffung eines mobilen EKG-Gerätes
DRK Osthofen optimal für Einsatz ausgestattet
Der Sauerstoffgehalt von Bundestagskandidat Marcus Held (zweiter von rechts) ist optimal! (von links) Stadtbürgermeister Wolfgang Itzerodt, DRK-Vorsitzende Anke Knorpp, MdL Kathrin Anklam-Trapp, Bereitschaftsleiter Jürgen Best.
„Bei Herzinfarkt entscheiden oft Minuten über Leben und Tod“, betont MdL Kathrin Anklam-Trapp (SPD). „Eine wichtige Hilfe für die Rettungsmannschaft sind moderne technische Geräte. Deshalb danke ich den anonymen Spendern, die es dem DRK-Ortsverein Osthofen möglich machten, ein hochwertiges gebrauchtes EKG Gerät im Wert von 6.000 Euro anzuschaffen.
„Ein neues hätten wir uns nicht leisten können. Es kostet mehr als das Doppelte“, informierte Vorsitzende Anke Knorpp bei der offiziellen Übergabe im Osthofener DRK-Zentrum. „Das zertifizierte Gerät ist um ein Vielfaches leistungsfähiger als unser bisheriges“, unterstrich Stellvertreter Jürgen Best. „Wir sind jetzt für unsere Einsätze optimal ausgestattet.“
Möglichkeit zu schneller Diagnose
Er präsentierte den „Lifepak 12“und beantwortete die fachlichen Fragen, die Anklam-Trapp in ihrer Eigenschaft als ausgebildete OP-Fachschwester stellte. „Durch das Zwölf-Kanal-EKG ist eine schnelle Diagnose möglich und durch den integrierten Defibrillator kann durch Abgabe von Stromstößen die sofortige Reanimierung eingeleitet werden, beispielsweise bei unkontrollierter Herztätigkeit wie Kammerflimmern, das zum Herztod führen kann“, so Bereitschaftsleiter Best. „Gemessen werden kann auch der Sauerstoffgehalt im Blut, um zu entscheiden, ob eine Sauerstoffzufuhr nötig ist.“
Der „Lifepak 12“ wird mit Akkus betrieben, ist also transportierbar, sodass ein Patient vor Ort schnell und optimal versorgt werden kann. Im Rettungswagen ist das EKG-Gerät, ausgestattet mit übersichtlichem Monitor, auf Augenhöhe der medizinischen Helfer angebracht. Alle zwei Minuten wird eine Analyse ausgedruckt, damit die richtige Weiterbehandlung in der entsprechenden Klinik veranlasst werden kann. Daten der Notsituation werden zur späteren Dokumentation gespeichert. „Es ist auch möglich, Alter und Geschlecht des Patienten einzugeben“, informierte Best.
Herzinfarkt als häufigste Todesursache
Laut Statistik ist Herzinfarkt mit 125.000 Menschen pro Jahr die häufigste Todesursache. Besonders gefährdet ist die Altersgruppe der 50-Jährigen, zunehmend aber junge Menschen. Deshalb hat der „Lifepak 12“ des DRK eine herausragende Bedeutung. „Meine Hochachtung gilt den ehrenamtlichen Helfern, die sich ständig weiterbilden, um Leben zu retten, und sich ständig neuen Herausforderungen stellen“, so die Politikerin.
„Gut zu sehen, dass unsere Stadt, in der viele sportliche und kulturelle Veranstaltungen stattfinden, über lebenswichtige medizinische Gerätschaften und modernsten Digitalfunkverfügt“, sagte Stadtbürgermeister Wolfgang Itzerodt (SPD), der das ehrenamtliche Engagement der Mannschaft und die gute Kooperation mit der Freiwilligen Feuerwehr Osthofen hervorhob.
Zukunftsorientiert ausgerüstet sei das DRK Osthofen, unterstrich SPD-Bundestagskandidat Marcus Held. Beeindruckt von der hochwertigen Arbeit der Mannschaft, lud er diese zu einer Führung durch den Oppenheimer „Untergrund“ ein.