Die Gratiszeitung für Worms und das Nibelungenland
Sie sind hier: Startseite » Sport » Ein besonderer Tag in der Clubgeschichte des Wormser Ruderclubs Blau-Weiß
Di., 22. Juli 2014, 15:10 Uhr
Drei neue Ruderboote wurden getauft / Guter Zuspruch bei den Schülern und Jugendlichen / Dank an Förderer und Sponsoren für Unterstützung
Ein besonderer Tag in der Clubgeschichte des Wormser Ruderclubs Blau-Weiß
Wer die Jugend hat, hat auch die Zukunft. So das Leitmotiv in allen Planungen beim Wormser Ruderclub Blau-Weiß.
VON KLAUS DIEHL Was kann einem Verein in unserer heutigen Zeit Erfreulicheres geschehen, als aufgrund einer sich in den letzten zwei bis drei Jahren erfreulich entwickelnden Jugendarbeit, gezwungen zu sein, den Vereinssäckel zu nutzen und viele Sponsoren und Unterstützer zu bitten, um neue Boote anzuschaffen. Denn auch Ruderboote obliegen über die Jahre der Abnutzung und es bestand beim Wormser Ruderclub Blau-Weiß deshalb die Notwendigkeit dem auch auf Wettkämpfen sich erfolgreich tummelndem Nachwuchs zeitgemäße Sportgeräte, sprich einen Junioren-Einer, einen Renn-Doppelzweier und leichten Renn-Gig-Vierer mit Steuermann neu zur Verfügung zu stellen.
Erfolgreich zu sein, bedeutet auch das nötige Sportgerät mit einer Handbreit Wasser unter dem Kiel zu haben. Eigentlich sollte noch ein Gig-Doppel-Vierer ohne Steuermann mit getauft werden, doch die Bootsfirma konnte den Termin nicht ganz einhalten. Wer weiß, was solche Boote kosten, der kann nur unterstreichen was der WRC alles gestemmt haben muss, um der Jugend die neuen Boote zu ermöglichen. Aber auch durch das ehrenamtliche Engagement der zahlreichen Trainer und Übungsleiter, die allesamt kostenlos tätig sind. Die Jugend belohnte dies bereits mit den ersten Einsätzen der neuen Boote bei bisher besuchten Regatten und vielen Siegen.
Entsprechend erfreut zeigte sich auch die 1. Vorsitzende Sabine Teigland vor zahlreichen Taufgästen, sie ist nebenbei auch noch Trainerin, Konrektorin an der Westend-Grundschule und begeisterte Saxophonistin beim Musikverein Harmonie, deren Jugendorchester „Harmotones“ unter der Leitung von Benedikt Rosmanith die feierliche Taufe musikalisch umrahmte. Den neuen Junioren-Einer durfte Lars Vogel auf den Namen „Avanti“ (italienisch vorwärts oder voraus) taufen, Der letztjährige Bundessieger im Leichtgewichts-Einer (14 Jahre) ist nun in die Junioren-Klasse aufgerückt und wurde dem Namen seines neuen Bootes bereits sechsmal mit dem Anlegen am Siegersteg gerecht.
Den Renn-Doppel-Zweier, mit dem die Kombinationen Patrick Hofmockel/Lars Vogel oder Jonas Burkhardt/Markus Feils bereits zehn Siege einfahren konnten, wurde von Gisela Ruppert auf den Namen „Fafnir“, des furchteinflößenden Drachen aus der Nibelungensage und germanischen Mythenwelt getauft. Die Taufpatin war einst eine erfolgreiche Wasser-Skiläuferin, Rennruderin, Ausbilderin vieler Ruderinnen und ist seit vielen Jahren Leiterin der WRC-Damenabteilung. Eine besondere Geschichte umfasst den Gig-Doppelvierer mit Steuermann, der erst nach Behebung einiger Unzulänglichkeiten in Betrieb genommen werden konnte. Getauft wurde er vom weiteren Nachwuchsruderer Patrick Hofmockel auf den Beatle-Song „Yellow Submarine“. Mit einem dreifachen Hipp-Hipp-Hurra fanden sich anschließend Gäste und Ruderer zum anschließenden Frühstück auf der Terrasse ein.