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  • Mo., 03. März 2025, 13:08 Uhr
    ANDREASSTIFT WORMS: Reihe „Worms Stück für Stück“ wird fortgesetzt

    Ein Stück römischer Geschichte

    Die Tonmaske stammt aus der Zeit zwischen dem Ende des 1. und dem Anfang des 3. Jahrhunderts nach Christus.
    Foto: Museum der Stadt Worms

    Helau! Passend zum Rosenmontag stellt das Museum der Stadt Worms im Andreasstift eine römische Maske vor, die zeigt, was für eine lange Tradition die Maskerade hier in Worms hat. Die Tonmaske wurde 1891 bei Kanalbauarbeiten in der Nähe der gerade erst gebauten Neusatz-Schule zerbrochen in einer Abfallgrube aus römischer Zeit entdeckt. Da fast alle Bruchstücke gefunden wurden, ließ sie sich wieder zusammensetzen. 

    Die Maske besteht aus hellem Ton, der an verschiedenen Stellen rotbraun bemalt wurde. Sie wurde in römischer Zeit aus Köln importiert, wo sich noch einige ähnliche oder fast gleiche Masken gefunden haben, die alle aus dem dort vorkommenden hellen Ton hergestellt wurden. Sie stammen aus der Zeit zwischen dem Ende des 1. und dem Anfang des 3. Jahrhunderts nach Christus.

    Die Rolle der Masken 

    Masken waren in der griechisch-römischen Kultur mit dem Gott Dionysos (römisch: Bacchus) verbunden und wurden bei religiösen Riten und von Schauspielern bei Theaterstücken verwendet, die zunächst vor allem zu Dionysos‘ Ehren aufgeführt wurden. Dort stellten die Masken verschiedene klischeehafte Charaktertypen dar. Sie wurden zusammen mit Perücken und Schuhen mit hohen Absätzen getragen.

    Obwohl diese Maske über Öffnungen an Augen und Mund sowie Löcher zur Befestigung von Riemen verfügt, war sie wahrscheinlich nicht dafür gedacht, im Theater von Schauspielern verwendet zu werden: Deren Masken bestanden aus leichteren Materialien wie Stoff oder Leder. Die Tonmasken dagegen waren wegen ihrer verzerrten Proportionen und der mangelnden Glättung der Masken innen nicht zum Tragen geeignet: Sie dienten wohl der Dekoration in repräsentativen Räumen oder an den Fassaden von Häusern, wie man es auch auf römischen Wandmalereien dargestellt finden kann.

    Diese Tonmaske, die in der römischen Abteilung ausgestellt ist, kann als Kopie auch im Museumsshop gekauft werden.

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