
Besser hätte es kaum passen können: Bei bestem Spätsommerwetter fanden an den vergangenen beiden Wochenenden die traditionellen Patentage im Tiergarten Worms statt. Mehr als 150 „Patenonkel und Patentanten“, wie der Freundeskreis Tiergarten Worms e. V. seine Unterstützerinnen und Unterstützer gerne nennt, waren gemeinsam mit ihren Familien gekommen, um ihre tierischen Schützlinge zu besuchen.
Viele von ihnen halten dem Freundeskreis bereits seit Jahren die Treue. Mit ihren Patenschaften unterstützen sie die tierischen Bewohner und leisten damit einen wichtigen Beitrag für den Wormser Tiergarten. Dass dabei längst persönliche Verbindungen entstanden sind, war an den beiden Wochenenden an vielen Stellen zu spüren: Für manche gehört der Patentag seit Jahren fest in den Kalender.
Bestens organisiert durch Freundeskreis-Geschäftsführerin Michaela Schmitt und begleitet vom Tiergarten-Team machten sich die Gruppen zu verschiedenen Führungen durch alle drei Reviere auf. Dort warteten besondere Einblicke, Begegnungen und vor allem viele Geschichten über die Tiere aus dem Alltag der Tierpflegerinnen und Tierpfleger.
Dass ein Patentag nicht vollständig planbar ist, gehört dabei zum besonderen Reiz. Die Tiere entscheiden selbst, ob und wie sie sich ihren Besuchern zeigen möchten. So hielt sich der Kolkrabe bei einer der Führungen diesmal eher zurück. Ganz genau hatte er allerdings beobachtet, wo seine Leckereien für ihn versteckt worden waren. Im vergangenen Jahr hatte er sich den Paten gegenüber noch etwas mutiger gezeigt.
Der guten Stimmung tat das keinen Abbruch. Die Gäste genossen die Gelegenheit, gemeinsam mit der Tierpflegerin im Gehege zu stehen, den Ausführungen zu lauschen und dabei die eine oder andere Anekdote über den klugen Rabenvogel zu erfahren. Eine besonders schöne Begegnung gab es auch auf der Südamerikaanlage. Dort traf Tanja Orlemann auf ihre Patentiere, die Alpakas. Mit sichtlicher Begeisterung durfte sie „Robert“ und seinen Mädels einige Leckereien bringen und kam ihren Schützlingen dabei ganz nah.
Für Orlemann und ihre Familie haben Tierpatenschaften inzwischen eine lange Tradition: Über drei Generationen hinweg hat die Familie Patenschaften für ganz unterschiedliche Tierarten übernommen und gehört damit zu den besonders langjährigen Unterstützern und Förderern des Freundeskreises. Ein schönes Beispiel dafür, wie die Verbundenheit mit dem Tiergarten innerhalb einer Familie weitergegeben werden kann.
Auch abseits der Führungen herrschte reges Treiben. Während sich die Gruppen auf den Weg zu ihren Patentieren machten, wurde an anderer Stelle bereits eifrig Kaffee gekocht, Kuchen ausgegeben und für Nachschub gesorgt. Die Mitglieder des Freundeskreises hatten als Dankeschön für ihre Patinnen und Paten ein großes Kuchenbuffet vorbereitet. So blieb nach den Führungen ausreichend Gelegenheit, zusammenzusitzen, Erlebnisse auszutauschen und den spätsommerlichen Tag im Tiergarten ausklingen zu lassen.
„Unsere Patinnen und Paten sind dem Tiergarten und seinen Tieren oft über viele Jahre eng verbunden. Mit dem Patentag möchten wir ihnen dafür Danke sagen und ihnen einmal im Jahr besondere Einblicke ermöglichen“, erklärt Schmitt vom Freundeskreis. „Eine Patenschaft ist grundsätzlich für jede im Tiergarten gehaltene Tierart möglich. Dabei wird bewusst keine Patenschaft für ein einzelnes Tier, sondern für die jeweilige Tierart übernommen.“
Einmal im Jahr, traditionell im September, lädt der Freundeskreis zu den Patentagen ein. Die beiden diesjährigen Wochenenden zeigten einmal mehr, warum sich viele „Patenonkel und Patentanten“ schon lange darauf freuen: Tiere aus nächster Nähe erleben, mit den Menschen hinter den Kulissen ins Gespräch kommen und andere Unterstützer treffen – bei bestem Spätsommerwetter waren es rundum gelungene Patentage.
Alle Infos zu Tierpatenschaften gibt es unter www.tiergarten-freundeskreis-worms.de
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