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  • Di., 06. Januar 2026, 11:45 Uhr
    KLINIKUM WORMS: Austausch mit Geschäftsführer Daniel Herke zu Leistungsgruppen, Transformationsfonds, Versorgungsstrukturen und Energiekonzept

    „Ein zentraler Pfeiler der Gesundheitsversorgung“

    Der Geschäftsführer Klinikum Worms Daniel Herke und der Landtagsabgeordnete Dirk Beyer.
    Foto: Patricia Sonek

    Der Wormser SPD-Landtagsabgeordnete Dirk Beyer hat das Klinikum Worms besucht und sich im Gespräch mit Geschäftsführer Daniel Herke über aktuelle Entwicklungen und politische Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen ausgetauscht. Im Fokus standen unter anderem die Krankenhausreform mit der Neuzuteilung der Leistungsgruppen, der geplante Transformationsfonds des Bundes sowie die Perspektive eines Kommunalen Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) für Worms.

    Daniel Herke berichtete, das Klinikum sei im Hinblick auf die Krankenhausreform aktuell insgesamt gut aufgestellt. Gleichwohl stelle der sich verschärfende Fachkräftemangel auch Rheinland-Pfalz vor große Herausforderungen.

    Notaufnahme überlastet

    Im Bereich der Notfallversorgung wurde ein strukturelles Problem offen angesprochen: „Eine Vielzahl der Fälle, die bei uns in der Notaufnahme landen, gehören dort eigentlich nicht hin.“ Die Unterversorgung im hausärztlichen Bereich führt zu einer Überinanspruchnahme der Zentralen Notaufnahme des Klinikums. Als mögliche Lösung sieht er Integrierte Notfallzentren und eine Institutsambulanz für die Krankenhäuser. Die Integrierten Notfallzentren übernehmen eine steuernde Funktion, die Patientenleitung. Eine hausärztliche Institutsambulanz würde die Versorgung stabilisieren. „Mit beiden Maßnahmen würde sich die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger spürbar verbessern“, betont Daniel Herke.

    Auch im Bereich der Krankenhausfinanzierung sieht Daniel Herke deutlichen Handlungsbedarf. Eine punktuelle Einzelförderung reiche nicht aus; erforderlich sei vielmehr eine verlässliche, strukturierte und nachhaltige Finanzierung, die den Kliniken Planungssicherheit bietet.

    Fortschritte am Standort

    Auch im Energiebereich plant das Klinikum Fortschritte. Er erläuterte, man wolle Photovoltaik zur teilweisen Selbstversorgung einsetzen, um Betriebskosten zu senken und die Klinik zugleich nachhaltiger aufzustellen. Positiv hob der Geschäftsführer darüber hinaus hervor, dass das Klinikum Worms demnächst als Onkologisches Zentrum zertifiziert werden soll — ein bedeutender Schritt zur Stärkung der hochwertigen Versorgung in der Region.

    Beyer zeigte sich nach dem Austausch beeindruckt: „Das Klinikum Worms beweist, dass auch in Zeiten großer Reformen, Fachkräftemangel und Kostendruck verantwortungsvoll geplant und qualitativ hochwertig gearbeitet wird. Es ist ein zentraler Pfeiler der Gesundheitsversorgung in unserer Region. Um dies auch weiter zu gewährleisten bleiben wir im engen Kontakt.“

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