
Von Rudolf Uhrig › In Deutschland leben rund zwölf Millionen Menschen in Einkommensarmut oder sind unmittelbar von ihr bedroht (Quelle: www.wormser-tafel.de). 2 Millionen Menschen kommen laut des Dachverbands Tafel Deutschland e.V. mittlerweile regelmäßig zu einer der über 970 Tafeln, um sich mit Lebensmitteln zu versorgen. Es sind Rentner, ukrainische Geflüchtete, Erwerbslose. Die Nachfrage steigt an fast allen Orten, auch in Worms. Gleichzeitig sinkt die Zahl der Lebensmittelspenden, weil Supermärkte immer nachhaltiger kalkulieren, davon berichtet auch der neue Geschäftsführer der Wormser Tafel Andreas Herrmann. „Und dennoch“, so sagt er, „wir können uns nicht beklagen, die Spendenbereitschaft ist immer noch vorhanden, bei einigen Institutionen und Firmen gehöre sie schlichtweg zur Firmenphilosophie.“
So gehört sie auch zum Wormser Getränkefachmarkt GEGROS. Zum siebzehnten Male in Folge spendete GEGROS-Geschäftsführer Michael Dieterich in der Vorweihnachtszeit Wasser, Limos und Säfte - pfandfrei im Gesamtwert von ca. 2.000 Euro. Fast könnte man Miss Sophie zitieren: „The same procedure as every year”. Und dennoch, es ist keine Selbstverständlichkeit. „So lange es mir und dem Unternehmen gut geht, so lange werde ich andere daran teilhaben lassen“, so sein selbstloses Statement. Was Andreas Herrmann natürlich gerne hört, denn es hört sich nach Tradition an, nach Nachhaltigkeit und Verlässlichkeit. Nach einem Partner auf den man bauen und vertrauen kann.
Insofern rollten am Samstagmorgen wieder die Stapler vollgepackt mit Getränkekisten in der Körnerstraße 4-6 an, um den Tafel-Transporter zu füllen.
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