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  • Mo., 07. Juli 2025, 08:31 Uhr
    Theater im Museumshof: Rundum gelungene Premiere von „Die Musketiere im Auftrag der Königin“ / Weitere Aufführungen

    „Einer für alle und alle für einen!“

    Der Innenhof des Eleonoren-Gymnasiums bietet in diesem Jahr die Kulisse für die besondere Aufführung des spanneden Stoffes nach historischem Vorbild.
    Foto: Peggy Walter

    Sobald der musikalischen Auftakt erklingt, wird es still im Publikum. Im Licht der Scheinwerfer treten D’Artagnan (Andreas Hartmann) und Königin Anna (Alice Kwon) auf den Schulhof des Eleonoren-Gymnasiums – er in der dunkelblauen Musketier-Uniform und mit vergoldetem Degen, sie in einem weißen Kleid mit Reifrock und blauem Überwurf. Vom ersten Moment an hängt das Publikum gefesselt an ihren Lippen, während die beiden die prekäre Lage Frankreichs diskutieren.

    Rund 2,5 Stunden dauert das Stück „Die Musketiere im Auftrag der Königin“, welches das vielköpfige Ensemble des „Theaters im Museumshofs“ in diesem Sommer auf die Beine gestellt hat. Und diese Zeit vergeht wie im Flug. Verantwortlich ist dafür nicht nur der mit viel Witz und Charme geschriebene Text, sondern in erster Linie das Spiel der jungen und älteren Darsteller auf der Bühne, die die Worte mit Tiefgang und Humor füllen, Traurigkeit und emotionale Höhenflüge auf die Bühne bringen. 

    Regie führte neben Kirsten Zeiser bei diesem Stück auch Alice Kwon selbst, die nicht nur in die Rolle der Königin Anna schlüpfte, sondern auch das Skript verfasste und viele der Kostüme selbst nähte, darunter etwa die fantastischen Uniformen der Musketiere und ihre eigene königliche Garderobe. 

    Mit Degenprofi geprobt

    Neben diesen Kostümen und der großartigen Performance stechen vor allem die Fechtkämpfe heraus: Ein halbes Jahr lang trainierten Alexander Schmidt, Andreas Hartmann, Marlene Goltz und Philipp Hartmann als Darsteller der Musketiere sowie die der „jungen Garde“ erst mit Fechttrainern der TG Worms und dann mit Christian Bott, Profi für historisches Fechten und Bühnenkampf. 

    Eine legendäre Freundschaft

    Und das Ergebnis kann sich sehen lassen, wenn zum Beispiel Philipp Hartmann als betrunkener Porthos es im Alleingang mit einer ganzen Wirtschaft voller feindseliger Gestalten aufnimmt und dabei stets den Eindruck erweckt, alles unter Kontrolle zu haben. In einer Rückblende brillieren auch die jungen Versionen der Musketiere mit den Degen, während sie ihre legendäre Freundschaft schließen unter dem Motto: „Einer für alle und alle für einen!“

    Als das gesamte Ensemble diesen Spruch zum Abschluss wiederholt, erhebt sich das Publikum und spendet minutenlang Applaus, selbst, nachdem die Darsteller die Bühne bereits verlassen haben. Zeiser und Kwon zeigen sich zufrieden: „Wir haben uns gut geschlagen.“ 

    3 weitere Aufführungen

    Weitere Aufführungen folgen am Freitag, dem 11., Samstag, dem 12. und Sonntag, dem 13. Juli, jeweils um 19 Uhr, der Einlass beginnt um 18.30 Uhr. Karten können im Vorfeld mit einer E-Mail an tickets@theater-im-museumshof.de erworben werden. Getränke und Regenponchos können vor Ort erworben werden. 

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