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  • Do., 17. Juli 2025, 07:57 Uhr
    Stiftung RWE für Worms: Dombauverein Worms, Kulturinitiative Pfeddersheim und Förderkreis Heylshof werden mit je 3.500 Euro unterstützt

    Entwicklung von Kultur, Denkmalpflege und Gemeinwesen fördern

    Spendenübergabe der RWE-Stiftung: Adolf Kessel, Detlef Kettner, Ingrid Gerster, Michael Kissel und Stephan Wilhelm (von links).
    Foto: Rudolf Uhrig

    Von Rudolf Uhrig › Nach Angaben des Bundesverbands Deutscher Stiftungen gibt es derzeit in Deutschland nahezu 26.500 Stiftungen bürgerlichen Rechts. Durch die Aktivitäten einer Stiftung werden Impulse gesetzt, die der Gesellschaft sowie Institutionen und Vereinen eine Zukunft ermöglichen.
     
    Eine dieser Stiftungen ist die Stiftung RWE für Worms, die Ende 2003 von der RWE Energy AG gegründet wurde. Ihr aktuelles Stiftungsvermögen beträgt 2 Millionen Euro. Das Besondere an einer Stiftung sind ihre Sicherheit und Dauerhaftigkeit, aber auch, dass das Stiftungskapital nicht angetastet werden darf. Ausschließlich der Stiftungsertrag darf ausgeschüttet werden. Dieser betrug bei der RWE-Stiftung für Worms in diesem Jahr 10.500 Euro.

    Der Stiftungszweck ist weit gefasst und reicht von der Förderung von Wissenschaft und Forschung über Bildung und Erziehung, Kunst und Kultur bis hin zur Unterstützung des Sports. Ausschließlich werden Projekte von gemeinnützigen Organisationen und öffentlichen Einrichtungen wie Vereinen, Schulen oder gGmbHs gefördert. 

    In diesem Jahr konnten sich der Dombauverein Worms e.V., die Kulturinitiative Pfeddersheim e.V. sowie der Förderkreis Museum Heylshof e.V. über eine großzügige Unterstützung freuen. Jede der drei Organisationen wurde mit 3.500 Euro bedacht. Sie alle engagieren sich im kulturellen und gesellschaftlichen Bereich.

    Sanierung barocker Kreuzgang-Reliefs

    Unter dem Motto „Jeder Euro hilft“ sieht der Vorsitzende des Dombauvereins, Michael Kissel, die Situation relativ „sportlich“, denn derzeit betreibt der Verein die Restaurierung von insgesamt fünf barocken Kreuzgang-Reliefs. Die Gesamtkosten werden auf rund 800.000 Euro geschätzt. „Diese Maßnahme ist dringend notwendig, da der 1.000 Jahre alte Wormser Dom ein bedeutender Teil der SchUM-Stätten ist, die zusammen mit den Städten Speyer und Mainz als UNESCO-Welterbe anerkannt sind,“ sagt Kissel.

    Entscheidendes Ereignis im Bauernkrieg

    500 Jahre nach dem Dombau fand die Schlacht bei Pfeddersheim statt, ein entscheidendes Ereignis im Deutschen Bauernkrieg im Juni 1525. Die Kulturinitiative Pfeddersheim e.V. widmete sich in den letzten Wochen mit zahlreichen Feierlichkeiten diesem historischen Ereignis. Der Sprecher des Vereins, Detlef Kettner, nahm die Spende ebenso gern entgegen.

    100-jähriges Jubiläum steht bevor

    Auch Ingrid Gerster, die 1. Vorsitzende des Förderkreises Museum Heylshof e.V., freute sich über die Unterstützung, denn im kommenden Jahr soll dort ein „rundes“ Jubiläum gefeiert werden: Vor 100 Jahren wurde das Kunsthaus Heylshof offiziell Museum. Mit monatlichen Veranstaltungen möchte man das ganze Jahr über an diesen besonderen Anlass erinnern. „Es wird viele tolle Events geben“, sagt Gerster, „und erstmals wird das Ganze auch mit einem multimedialen Auftritt begleitet.“ Damit möchte sie neugierig machen.

    In Personalunion freute sich Adolf Kessel – sowohl als Stiftungsvorsitzender als auch als Oberbürgermeister, darüber – dass durch die Fördergelder wertvolle Projekte in Worms unterstützt werden. „Diese Investitionen tragen zur kulturellen Vielfalt bei und stärken das bürgerschaftliche Engagement in unserer Stadt“, so Kessel.

    Zusammenleben nachhaltig bereichern

    Über die Unterstützung und die damit verbundenen Möglichkeiten freute sich auch Stephan Wilhelm, Geschäftsführer der RWE Stiftung und Vorstandssprecher der EWR AG: „Unsere Stiftung hat das Ziel, lokale Initiativen zu fördern, die unser Zusammenleben nachhaltig bereichern. Mit der jährlichen Ausschüttung leisten wir einen aktiven Beitrag zur Entwicklung von Kultur, Denkmalpflege und Gemeinwesen in Worms“, so Wilhelm. Und als Geschäftsführer wies er natürlich auch darauf hin, dass die Stiftung auch für Zustiftungen offen ist und alle Interessierten dazu ein, hiervon zum Wohle der Stadt Gebrauch zu machen.“

    Wer ein Projekt plant kann sich gerne an die Stiftung RWE für Worms, c/o EWR AG, Lutherring 5, 67547 Worms, E-Mail info@ewr.de sowie www.ewr-gruppe.de wenden. Die Anträge müssen bis zum 31. Dezember 2025 vorgelegt werden. 

     

     

     

     

     

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