Die Mannheimer Kufencracks verlieren 1: 4 in Straubing und rutschen damit auf den 12. Tabellenplatz ab
Erneute Adler-Pleite
Auch Adler-Stürmer Marc El-Sayed läuft seiner Form hinterher. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Jetzt gibt es kein Drumherumreden mehr, die Mannheimer Adler haben in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) einen klassischen Fehlstart hingelegt. Nach der 2:4 Pleite vom Freitag in Augsburg verloren die Mannheimer auch am Sonntag, diesmal in Straubing mit 1:4 (0:0/1:2/0:2). Damit haben die Adler von vier Saisonspielen drei verloren, wenn vergangene Woche in Köln auch nur nach Penalty-Schießen. Und der einzige Sieg am ersten Spieltag gegen Schwenningen gelang auch nur mit viel Glück. Alles in allem also eine enttäuschende Bilanz für den Meisterschafts-Favoriten. Dies spiegelt sich auch in der Tabelle wider, denn dort belegen die Mannheimer den drittletzten Platz, also Rang zwölf.
Sicher, die Saison ist noch lang und jetzt über dem Team den Stab zu brechen, wäre falsch, dennoch dürfte der Fehlstart für Unruhe im Umfeld sorgen. Fragt man nach den Gründen, müssen natürlich die fünf verletzten Stammspieler erwähnt werden. Wohl keine Mannschaft in Deutschland könnte Cracks wie Dennis Endras, Christoph Fischer, Ken Magowan, Jon Rheault und Kai Hospelt ersetzen. Doch es daran alleine fest zu machen, wäre falsch. Tatsache ist auch, die Mannheimer schießen einfach zu wenig Tore. In Augsburg waren es nur zwei und in Straubing gar nur eins. Dies ist zu wenig, um zu gewinnen. Auch stimmt die Abstimmung in der Defensive nicht, sodass der Gegner immer wieder zu vermeidbaren Treffern kommt.
Die Frage ist jetzt, was tun. In Panik verfallen wäre sicher falsch. Aber einfach so zu tun, als würde alles normal laufen und man da unten wieder rauskommen, sicher auch. Denn noch ein paar solcher Pleiten und man hängt im Tabellenkeller fest. Daher kann die Devise nur leiten, sich auf die einfachen Dinge konzentrieren, gradlinig spielen, mehr Schüsse aufs gegnerische Tor bringen und noch mehr kämpfen.
Aber auch dies sollte man sagen, die Mannheimer spielen nicht schlecht, waren auch gegen Straubing ein gleichwertiger Gegner. Was fehlte ist auch ein wenig das Scheibenglück. Und ganz schnell kann sich das Blatt drehen. Mit drei Punkten mehr, würden die Adler etwa auf Rang fünf stehen. Noch sind alle Teams eng zusammen. Aber allen muss klar sein, ab jetzt gilt es! Es ist fast schon wieder fünf vor zwölf. Leichte Spiele kommen keine mehr.
Das nächste Match findet am kommenden Sonntag um 14.30 Uhr in der Mannheimer SAP Arena gegen Hamburg statt.