Beim großen Fusionsfest der Verbandsgemeinde Wonnegau war der Wettergott am Sonntag gnädig und beließ es bei einer Stunde Regen
Es passt zusammen!
Die Bürgermeister Wolfgang Itzerodt aus Osthofen (links) und Walter Wagner aus Westhofen besiegelten die Fusion mit einem guten Glas Wein. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Natürlich hatten sich alle am Sonntag zum großen Fusionsfest der Stadt Osthofen mit der VG Westhofen zur Verbandsgemeinde Wonnegau strahlenden Sonnenschein und Kaiserwetter gewünscht, doch dies sollte es nicht geben. Aber letztlich konnten alle Beteiligten zufrieden sein, denn geregnet hatte es "nur" eine Stunde zwischen 13 und 14 Uhr. Den Rest des Tages war es mal bewölkt, mal strahlte die Sonne, ganz wichtig aber, es blieb trocken. Somit kann eine positive Bilanz eines gelungenen und sehr unterhaltsamen Tages gezogen werden. Wie viele Menschen gekommen wären, wenn es vor Beginn der Veranstaltung und am Mittag nicht heftig geregnet hätte, kann niemand sagen, aber auch so waren sehr viele Menschen unterwegs und machten das Fusionsfest zu einer richtig großen Party. Sehr gut besucht war dabei sowohl die 800 Meter lange Festmeile auf der Straße zwischen Osthofen und Westhofen wie auch der "Mühlheimer Hof", in dem das Bühnenprogramm stattfand. Eine Fazit lässt sich schon jetzt ziehen, die Westhofnern und Osthofnern müssen nicht mehr zusammenwachsen und ein "Team" werden, sie sind es bereits.
Wagner und Itzerodt
Der Auftakt des Tages war ein ökumensischer Gottesdienst im "Mühlheimer Hof" von 10 bis 11 Uhr, dann waren die zwie Akteure dran die den Fusionsvertrag hauptsächlich ausgehandelt und mit postiver Energie gefüllt hatten, der Stadtbürgermeister von Osthofen, Wolfgang Itzerodt, und der VG Bürgermeister von Westhofen - und jetzt auch der VG Wonnegau - Walter Wagner. Hatten viele Besucher schon langweile und sich inhaltlich wiederholende Reden erwarten, wurde alle positiv überrascht, denn beide Akteure legten einen flotten Dialog hin, der amüsante, heitere, aber auch sehr informative Teile hatte. Beide zeigten hierbei schauspielerisches Talent und unterhielten die Zuschauer auf den restlos besetzten Bänken im Innenbereich des Mühlheimer Hofes mit einem verbalen Feuerwerk. In ihrer Rede und Gegenrede sprachen sie etwa über den S-Bahn-Anschluss, die Schulen und thematisierten das große, anstehende Thema Tourismus, das noch viele Chancen bietet. Es wurde dargelegt, was bringt die Fusion, was sich ändert und was noch zu erwarten ist. Den Schlusspunkt setzte die Aussage von Walter Wagner: "Wir passen ja doch zusammen!" Damit sprach er den allermeisten Besuchern wohl aus dem Herzen.
Elf Gemeinden
Der zweite große Teil des Fetsaktes bildete die Präsentation der elf Kommunen der neuen VG Wonnegau. Hierzu stellte jeder Ortsbürgermeister seine Gemeinde vor und setzte einen überdimensionalen Puzzleteil, der seinen Ort darstellte, auf einer riesigen Landkarte ein, sodass langsam die neue Verbandsgemeinde auf der etwa fünf auf drei Meter großen Karte wuchs und für alle sichtbar wurde. Da jeder Bürgermeister maximal drei bis fünf Minuten sprach, war auch dieser Programmpunkt sehr kurzweilig und unterhaltsam.
Die Schlusspunkte unter den offiziellen Teil des Tages setzten die Grußworte von Landrat ErnstWalter Görisch und Staatssekretär Günter Kern.
Geselliger Nachmittag
Kaum hatte der Unterhaltungsteil gegen 12.30 Uhr auf der großen Bühne begonnen, setzte auch schon eine heftiger Wolkenbruch ein, der fast eine Stunde lang dauerte und zahlreiche Besucher "verjagte". Die Verantwortlichen setzten das Programm jedoch fort, verlagerte es allerdings von der großen Bühne, die kein Dach hatte, auf die kleine überdachte Bühne. Die Akteure auf der Bühne und Besucher unter ihren Regenschirmen hielten tapfer durch und als sich alle schon fragten: "War es das jetzt mit dem Fest? Wird es den ganzen Nachmittag regnen?", klarte es auf, die Wolken verschwanden und die Sonne kehrte gegen 14 Uhr über der VG Wonnegau zurück.
Nun machten sich viele Bewohner der VG Wonnegau auf den Weg in Richtung Fusionsfest und strömten auf die Festmeile, auf der sich die elf Ortsgemeinden mit Wein, Kulinarischem und ihren zahlreichen Vereinen präsentierten. Die "Taxis", Traktoren mit Anhängern, hatten nun jede Menge zu tun, um die Menschen von den Parkplätzen in Westhofen auf die Festmeile zu transportieren, die weiträumig für den Pkw-Verkehr abgesperrt war.