
Von Florian Helfert › Von kleinen Handwerksbetrieben, über IT-Unternehmen bis hin zu Weltmarktführern aus dem produzierenden Gewerbe werden Flächen von wenigen Tausend Quadratmetern bis zu einigen Hektar nachgefragt. Nach wie vor ist also die Nachfrage nach gewerblichen Erweiterungs- und Ansiedlungsflächen bei der städtischen Wirtschaftsförderung hoch, aber die Stadt verfügt nur noch über geringe Reserven.
Ein Blick auf die Zahlen spricht für sich, wie Oberbürgermeister Adolf Kessel gegen Jahresende im Stadtrat bemerkte: „Zwischen Juli 2024 bis Juli 2025 wurden 228 Hektar Gewerbeflächen nachgefragt.“ Tatsächlich stünden aktuell allerdings nur noch 7,6 Hektar auf vier sofort nutzbaren Grundstücken zur Verfügung. Perspektivisch kommen lediglich 5,8 Hektar städtischer Entwicklungsfläche hinzu. Das Interesse übertraf das vorhandene Angebot also um den Faktor 30 beziehungsweise, insofern die perspektivischen 5,8 Hektar städtischer Entwicklungsfläche miteinkalkuliert werden, um den Faktor 17.
„Dem Standort Worms fehlen zusammenhängende, restriktionsfreie Flächen für eine strategische Ansiedlungspolitik“, so Kessel weiter. Ohne Neuausweisungen seien neue Ansiedlungen künftig nur noch punktuell und in kleinem Umfang möglich. Worms müsse Unternehmen, die wachsen wollen, Perspektiven bieten, um sie am Standort zu halten. „Wir müssen die anhaltend hohe Nachfrage neuer Unternehmen endlich bedienen“, legte das Stadtoberhaupt außerdem dar. Es gehe darum, durch die gezielte Ausweisung und zügige Entwicklung neuer großflächiger Gewerbegebiete, Flächenpotentiale für bestehende Unternehmen zu sichern und gleichzeitig neue Ansiedlungen zu ermöglichen.
Ende 2024 hatte der Oberbürgermeister bei seiner damaligen Haushaltsrede zusätzlich noch darauf verwiesen, dass der Stadt Worms neben Gewerbesteuereinnahmen je nach Anfrage mehrere hundert Arbeitsplätze pro Jahr inklusive der ebenfalls wichtigen Einkommensteuer entgehen würden (der NK berichtete).
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