
Von Rudolf Uhrig > Die Straßen waren „hermetisch“ abgeriegelt und wahrscheinlich waren sämtliche verfügbaren Halteverbotsschilder, die der Bauhof zu bieten hatte, in Heppenheim aufgestellt worden. Das in Kombination mit dem freundlich gegebenen Hinweis: „Da kommt gleich unser schöner großer Kerweumzug durch!“ Und genauso war es. Hunderte Heppenheimer hatten es sich wieder mit Stühlen, Bänken und Tischen gemütlich gemacht und erwarteten den bunten Tross.
Eine nette Obelix(in!) versuchte ganz freundlich, aber wortgewaltig, Glashalter unter das Volk zu bringen – mit mäßigem Erfolg. Daraufhin bog die Feuerwehr um die Ecke und der Umzug begann. Kerweborsch Dustin I. grüßte, wie bei Repräsentanten und Weinmajestäten üblich, aus einem schicken Cabrio heraus. Alle möglichen Fahrzeuge, ob Holder, Traktor mit Rolle oder SUV, waren als Motivwagen im Einsatz.
Die Wissegockel Hexen, charmant gekleidet, machten auf ihren Maskenball „Wie in Venedig“ im September aufmerksam, dahinter der Weinsheimer Kerwevadder Andreas I., der mit Kerwemädchen Lilly I. in Grün-Weiß winkte. Die Schoppenhopser der TSG machten mit vollem Bierbecher ihrem Namen alle Ehre. Schlag auf Schlag ging es weiter: Kindergärten, Tanzgruppen, Vereine, Verbände, Gruppen, Geschäftsleute und Privatpersonen zeigten einmal mehr gelebte und geliebte Tradition: Eben, der Kerweumzug als Highlight des Festes, darf nicht untergehen.
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