
Mit einem vielfältigen Programm startet die Kreisvolkshochschule Alzey-Worms (kvhs) in das Herbst-/Wintersemester 2026/2027. Insgesamt 325 Kurse stehen zur Auswahl, 93 davon sind neu im Programm. Das Angebot reicht von Sprachen und Gesundheit über berufliche Weiterbildung und Digitalisierung bis hin zu Angeboten für Kinder und Jugendliche sowie Kursen zur Freizeitgestaltung. Im Mittelpunkt steht das Motto „Gemeinsam das Morgen gestalten“.
„Die kvhs bietet ein vorzügliches Angebot für das Lernen auf dem Land – wir stehen den Städten in nichts nach“, betonte Landrat Heiko Sippel. Ein wichtiger Bestandteil des Angebots ist die Präsenz im gesamten Landkreis. Die vier Außenstellen ermöglichen Weiterbildung nicht nur in Alzey, sondern auch wohnortnah in den Gemeinden des Landkreises Alzey-Worms.
Auch bei den Inhalten setzt die kvhs neue Akzente. Das Angebot im Bereich Alphabetisierung wurde aufgrund eines gestiegenen Bedarfs erweitert. Im Sprachenbereich können Einsteigende mit „Englisch A1 – Entspannt von Null zu ersten Gesprächen“ ohne Vorkenntnisse starten. „Französisch für Urlaub“ vermittelt grundlegende Kenntnisse für unterwegs. Neu ist außerdem „Französisch «rencontres» A1.1“, ein Kurs zum Wiedereinstieg in die französische Sprache.
Ein Schwerpunkt liegt auf der beruflichen Weiterbildung. Sechs Kurse beschäftigen sich mit Künstlicher Intelligenz, vier mit dem Thema Bildungszeit. Neu ist auch die Qualifikation zur Kindertagespflegeperson. Das bereits im vergangenen Jahr gestartete Angebot „Fit für Ausbildung und Umschulung“, in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit und dem Jobcenter, wird fortgeführt. „Die berufliche Integration ist neu und zeigt einen Entwicklungsschritt“, erläuterte Stefanie Zendel, Leitung der kvhs.
Auch Kinder und Jugendliche finden neue Angebote im Programm. Dazu gehören unter anderem Qigong für Kinder im Alter von sechs bis neun Jahren sowie „Superhirn – Vokabeln lernen im Sekundentakt“ für Schülerinnen und Schüler.
Ein weiterer Entwicklungsschwerpunkt ist die digitale Bildung. Das durch das Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Gesundheit Rheinland-Pfalz geförderte Projekt „DigiNetz“ verbindet Kurse mit digitalen Sprechstunden. Ziel ist eine niedrigschwellige Unterstützung bei Fragen rund um digitale Geräte und Anwendungen. Interessierte sollen künftig auch ohne Anmeldung mit ihren Geräten vorbeikommen können.
Im Rahmen von „DigiNetz“ wird zudem ein Hybridraum aufgebaut. Mit moderner Kamera-, Audio- und Technik-Ausstattung soll künftig Unterricht gleichzeitig vor Ort und digital möglich sein. Auch die Lehrkräfte werden für den Einsatz der neuen Technik und digitalen Arbeitsmaterialien geschult. Gerade mit Blick auf die Größe des Landkreises und die demografische Entwicklung könne die hybride Lehre zusätzliche Flexibilität schaffen. Voraussichtlich im kommenden Jahr könnte bereits mindestens ein Kurs in diesem Format stattfinden.
„Gemeinsam gestalten steht im Fokus“, sagte Zendel. Das neue Programm verbinde bewährte Angebote mit neuen Themen und Lernformen und entwickle die Kreisvolkshochschule damit kontinuierlich weiter.
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