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  • Mi., 12. Dezember 2018, 11:38 Uhr
    Landkreis Alzey-Worms: Landrat legt ausgeglichenen Haushaltsentwurf 2019 vor

    Geplante Investitionsausgaben auf Rekordhoch

    Foto: Steffi Loos/dapd


    Nachdem im Jahresergebnis 2017 der Ergebnis- und Finanzhaushalt ausgeglichen waren und auch im noch andauernden Haushaltsjahr 2018 von einem Jahresüberschuss auszugehen ist, rechnet der Landkreis Alzey-Worms im Zuge der Haushaltsplanung 2019 ebenfalls mit einem ausgeglichenen Etat. „Die Beratungen der Kreisgremien sind weitestgehend abgeschlossen und es ist uns gelungen, dem Kreistag in der kommenden Sitzung einen ausgeglichenen Etat 2019 mit leichtem Überschuss zur Beratung und Abstimmung vorlegen zu können“, so Landrat Ernst Walter Görisch im Rahmen eines Pressegespräches. Bei einem Volumen von 189,8 Millionen Euro im Ergebnishaushalt rechnet man mit einem Jahresüberschuss in Höhe von rund zwei Millionen Euro. Damit knüpft der Landkreis an die positiven Entwicklungen des Vorjahres an, bewegt sich einmal mehr im „schwarzen Bereich“ und bedarf somit auch im kommenden Jahr planmäßig keiner erneuten Aufnahme von Liquiditätskrediten – vielmehr ist eine Tilgung in Höhe von 2,7 Millionen Euro eingeplant. „Für die mittel- und langfristige Planung muss es weiterhin unser Ziel sein, die Kassenkredite abzubauen“, betonte der Kreischef. Zurückzuführen sei das positive Ergebnis insbesondere auf die allgemein guten Rahmenbedingungen. So ist in 2019 eine Steigerung des Bruttoinlandsproduktes von 1,9 Prozent (2020: weitere 1,8 Prozent) zu erwarten. 

    Arbeitslosenquote bei 3,4 Prozent

    Darüber hinaus ist die Arbeitslosenzahl mit einer Quote von 3,4 Prozent im Landkreis auf einem Niedrigstand. Zahlen, die sich im Steueraufkommen, wie beispielsweise der Einkommens- und Umsatzsteuer, widerspiegeln und demnach unter anderem bei der Berechnungsgrundlage der Kreisumlage positiv zu Buche schlagen. 

    Vielfältige Investitionen

    Als gigantisch bezeichnete Görisch das im Etatentwurf ausgewiesene Investitionsvolumen. Mit geplanten Ausgaben von 17,6 Millionen Euro erreiche der Kreis Rekordhöhe. Mitinbegriffen sind größere Summen im Bereich Brand- und Katastro-phenschutz (3,3 Millionen Euro) sowie Straßenbau (1,8 Millionen Euro). Mit einem Ansatz von rund 4,5 Millionen Euro sticht auch das geplante Breitbandprojekt als Maßnahmen-schwerpunkt aus dem Gesamtvolumen deutlich hervor, wobei es sich hierbei um eine vollständig gegenfinanzierte Investitionsmaßnahme handelt und unter dem Strich nicht zu Lasten des Kreisetats geht. 

    Mehr Kitas in der Planung

    Eine steigende Geburtenrate sowie zunehmende Zuzüge erfordern laut Kindertagesstättenbedarfsplanung über den gesamten Landkreis verteilt alleine in den kommenden zwei bis drei Jahren den Ausbau weiterer 50 Gruppen. „Gemeinsam mit den Trägern der Kindertagesstätten werden wir daran arbeiten, die hierfür notwendigen Baumaßnahmen umzusetzen“, so Görisch, der zugleich auf geplante Investitionszuwendungen für Neubau- und Erweiterungsprojekte in Höhe von rund 1,9 Millionen Euro im Ansatz 2019 verweist. 

    Zusätzlich zu routinemäßigen Instandhaltungsmaßnahmen stehen ebenso im Schulbau wieder einmal größere Investitionen auf der Agenda. „Der Schulbau ist derzeit in erster Linie geprägt durch die überaus positive Zuschusslage“, gibt Klaus Mehring, Kreisbeigeordneter mit Geschäftsbereich Gebäudemanagement, zu erkennen.

    Weitere wichtige Vorhaben für die kommenden Jahren liegen im Bereich des ÖPNV sowie der Digitalisierung der Schulen und dem Breitbandausbau.

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