
Die GRÜNE JUGEND Rheinland-Pfalz kritisiert den aktuellen Antrag von Politikerinnen und Politikern von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, zur Einführung eines verpflichtenden „Gesellschaftsjahres“ für junge Menschen bis zum 28. Lebensjahr als massiven Eingriff in die Selbstbestimmung. Während der Vorschlag ältere Generationen zur freiwilligen Teilnahme einlädt, wird jungen Menschen eine Pflicht auferlegt – eine diskriminierende Ungleichbehandlung, die Generationenkonflikte schürt, statt Zusammenhalt zu stärken.
„Hier wird mit schönen Worten verschleiert, was in Wahrheit ein Pflichtdienst ist – und das ist inakzeptabel“, betont Giuseppe Guzzo, Landesvorsitzender der GRÜNEN JUGEND Rheinland-Pfalz. „Junge Menschen engagieren sich bereits heute überdurchschnittlich oft ehrenamtlich, obwohl sie von der Politik seit Jahren im Stich gelassen werden: ob bei der psychischen Gesundheitsversorgung, bezahlbarem Wohnraum oder fairen Bildungschancen. Statt ihre Freiheit weiter einzuschränken, brauchen sie endlich Entlastung“, so Guzzo weiter.
Laut Deutschem Freiwilligensurvey 2019 (BMFSFJ) sind 42 % der unter 30-Jährigen ehrenamtlich aktiv – mehr als der gesellschaftliche Durchschnitt (40 %). Doch statt diese Bereitschaft zu würdigen, setzt der Antrag auf Zwang statt Förderung.
Sara Pasuki, Landesvorsitzende der GRÜNEN JUGEND Rheinland-Pfalz, warnt: „Wer junge Menschen mit dem Narrativ ‚ihr seid zu faul‘ unter Generalverdacht stellt und ihnen Pflichten auferlegt, während andere Generationen frei entscheiden dürfen, handelt nicht nur ungerecht – sondern setzt den sozialen Frieden aufs Spiel.” Die GRÜNE JUGEND Rheinland-Pfalz fordert daher eine auskömmliche Finanzierung von Freiwilligendiensten, damit sich alle Engagement leisten können – unabhängig vom Einkommen. Außerdem fordert sie den Ausbau der psychischen Gesundheitsversorgung für junge Menschen. Aktuell ist jeder Sechste von psychischen Belastungen betroffen. Statt mit Pflichten neue Belastungen zu schaffen, sollen Leistungsdruck abgebaut und Ängste ernst genommen werden. „Freiwilligkeit ist kein Privileg, sondern ein Grundrecht“, so Guzzo und Pasuki. „Wer ehrliches Engagement will, muss Freiwilligendienste stärken – nicht junge Menschen unter Zwang stellen. Das ist ein Rückschritt, den wir nicht hinnehmen werden.“
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