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  • Mi., 27. Mai 2015, 15:04 Uhr
    Der Osthofener Stadtrat votierte am Dienstagabend einstimmig für eine multifunktionale Platzgestaltung

    Gestaltung des Schleckergeländes beschlossen

    Ähnlich wie hier auf dem Foto könnte die Platzunterteilung aussehen: Im hinteren Bereich, wo jetzt die Autos abgestellt sind, sollen 15 Parkplätze entstehen, im vorderen Bereich, der jetzt brach liegt, soll eine Aufenthaltsfläche mit Sitzelementen verwirklicht werden. Foto: Gernot Kirch


    VON GERNOT KIRCH Die Arbeiten zur baulichen Gestaltung des Schleckergeländes im Herzen der Stadt Osthofen direkt neben dem alten Rathaus sollen noch in diesem Herbst beginnen. Um diese Zeitvorgabe erfüllen zu können, ist es notwendig, dass der Stadtrat bis zur Sommerpause eine endgültige Entscheidung trifft, wie der Platz aussehen soll. Auf der Stadtratssitzung am Dienstagabend wurden dazu die Weichen gestellt. Die Mitglieder des Stadtparlamente votierten einstimmig für eine multifunktionale Variante, die sowohl dem Bedarf nach Parkplätzen Rechnung trägt, wie auch eine Aufenthaltsqualität bietet. Zudem soll der Platz für Veranstaltungen wie etwa dem zukünftigen Stadtfest oder dem Weihnachtsmarkt nutzbar sein. Über letzte Details und Feinheiten der Platzgestaltung soll auf der Stadtratssitzung am 17. Juni entschieden werden.

    Ergebnisse Bürgerbeteiligung
    Das Planungsbüro WSW aus Kaiserslautern stellte am Dienstagabend im Stadtrat zunächst die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung am 9. Mai vor, als die Osthofener die Möglichkeit hatten, an einem Info-Stand ihre Meinung zu drei unterschiedlichen Varianten zu äußern. Die drei Alternativen hatten ihren jeweiligen Schwerpunkt entweder bei mehr Parkplätzen oder bei der Aufenthaltsqualität. Projektingenieurin Christiane Kremer vom Planungsbüro WSW fasste die Aussagen der Bürger vom 9. Mai zusammen. So sei der Wunsch nach Stellplätzen sehr groß, gleichzeitig werde aber ein reiner Parkplatz abgelehnt, sondern die Mehrheit der Bürger wolle einen multifunktionalen Platz, der auch einen Bereich zum Verweilen beinhalte. Dazu gehörten auch Sitzgruppen, Gestaltungselemente, eine gewisse Bepflanzung und ein kleiner Gastronomiebetrieb, etwa ein „Eine-Welt-Cafe.

    Entwurf von WSW
    Im Anschluss präsentierte Christiane Kremer ihren Entwurf, der alle die angesprochenen Elemente berücksichtigte. Nach dem Konzept von Christian Kremer sollte der Schleckerplatz zukünftig 15 Stellplätze für Pkws aufweisen, davon zwei für Behinderte. Darüber hinaus plante sie einen Aufenthaltsbereich mit Sitzmöglichkeiten und dem gewünschten „Eine-Welt-Cafe. Auch Spielmöglichkeiten für Kinder und einen Fahrradständer berücksichtigte sie. Als begrünende Elemente schlug sie mehrere Bäume sowie Weinreben in Rankhilfen vor, die den Parkplatzbereich vom dem Aufenthaltsfläche etwas abtrennten. Auch an eine gewisse Sicherheit vor Vandalismus wurde berücksichtigt.

    Engagierte Diskussion
    Nach der Präsentation fand im Stadtrat eine engagierte Diskussion statt. Hans-Peter Knierim und Siegrid Loris (beide CDU) wünschten sich dabei eine größere Einheit des Platzes und keine so strikte Trennung in Parksektor und Aufenthaltsbereich. Der Hintergrund des Wunsches war die multifunktionale Nutzbarkeit, etwa für den Weihnachtsmarkt. Dieser Idee schlossen sich die meisten Ratsmitglieder an.

    Auch waren die Höhenunterschiede der einzelnen Bereiche des Platzes ein Thema. Christiane Kremer erläuterte hier, dass es ein grundsätzliches Gefälle auf dem Platz gebe, welches durch bauliche Maßnahmen ausgeglichen werden müsse, dies könnten etwa Treppenstufen oder Rampen sein, um vom Parkplatzbereich in den Aufenthaltsfläche zu gelangen.

    Einstimmiges Ergebnis
    In der Abstimmung votierten die Ratsmitglieder mit kleinen Änderungen einstimmig für den präsentierten Entwurf von Christiane Kremer. Die wichtigste Änderung betrifft die Trennung des Platzes in einen Park- und einen Aufenthaltsbereiches. Diese strikte Unterscheidung wird wegfallen. Auch sollen die Höhenunterschiede auf dem Platz möglich „seicht“ ausgeglichen werden.

    Nachdem am Dienstag die grobe Umsetzung für die Realisierung des Schleckerplatzes beschlossen wurde, soll auf der nächsten Sitzung am 17. Juni die endgültige Feinausplanung mit der Klärung letzter Detailfragen erfolgen. An diesem Datum wird das Planungsbüro auch einen dreidimensionalen Gestaltungsentwurf vorlegen.

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