
Zu einem Austausch über die Arbeit der Gemeindeschwester plus trafen sich Sarah Matzke sowie die Abteilungsleiterin der Fachstelle für Senioren und Inklusion der Stadt Worms Sabine Steffens mit dem Landtagsabgeordneten Dirk Beyer (SPD) in dessen Wahlkreisbüro.
Sarah Matzke stellte dem Abgeordneten die Aufgaben des Landesprogramms vor, das Seniorinnen und Senioren ab 70 Jahren unterstützt, die noch keine Pflege benötigen, sich jedoch Begleitung und Orientierung im Alltag wünschen. Insgesamt sind für die Tätigkeit anderthalb Stellen vorgesehen, die in Worms von zwei Fachkräften ausgefüllt werden. Aktuell werden rund 125 ältere Menschen betreut. Seit dem Jahr 2023 führten die Gemeindeschwestern plus 243 persönliche Gespräche sowie 190 Telefonkontakte. Ein Hausbesuch dauert dabei im Durchschnitt rund zwei Stunden – Zeit, die bewusst für individuelle Beratung und persönliche Zuwendung eingeplant wird.
Gemeindeschwester plus wird durch Landesmittel gefördert und ruht auf drei zentralen Säulen: Gesunderhaltung durch Ernährung, Bewegungsförderung und Einsamkeitsbewältigung. Ziel ist es, die Selbstständigkeit der Seniorinnen und Senioren zu stärken und soziale Teilhabe zu ermöglichen. Dirk Beyer zeigte sich beeindruckt von der Arbeit der Gemeindeschwester plus: „Die Zahlen machen deutlich, wie groß der Bedarf an Begleitung im Alter ist. Gleichzeitig wird sichtbar, welch wertvollen Beitrag die Fachkräfte ‚Gemeindeschwester plus‘ leisten, um ältere Menschen frühzeitig zu unterstützen und Vereinsamung vorzubeugen.“
Sabine Steffens unterstrich die Bedeutung der Landesförderung: „Ohne diese Unterstützung könnten wir das Angebot in Worms nicht aufrechterhalten. Die Nachfrage zeigt, dass es richtig und wichtig ist, hier weiter zu investieren.“ Beyer kündigte an, sich im Landtag auch künftig für eine verlässliche Finanzierung einzusetzen und möchte sich als Stadtratsmitglied für die Entfristung der Stellen starkmachen: „Es ist entscheidend, dass ältere Menschen in Worms und darüber hinaus die Unterstützung bekommen, die sie brauchen – bevor Pflegebedürftigkeit eintritt und dies muss auch dauerhaft gewährleistet sein.“
Die beiden Wormser Gemeindeschwestern plus sind per E-Mail an gemeindeschwesterplus@worms.de oder unter Telefon 06241/85357-12 bzw. -13 zu erreichen.
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