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  • Do., 11. Juni 2026, 14:51 Uhr
    STADT WORMS: Gemeinsam vorsorgen gegen Extremhitze

    Hitzeaktionstag 2026

    Immer mehr Hitzetage und anhaltende Wärmeperioden stellen auch die Menschen in Worms vor wachsende Herausforderungen. Hitze gilt als das größte durch die Klimakrise bedingte Gesundheitsrisiko in Deutschland und betrifft alle Bürgerinnen und Bürger. Besonders gefährdet sind dabei ältere Menschen, chronisch Kranke, Kinder sowie Menschen, die im Freien arbeiten. Der diesjährige Hitzeaktionstag steht daher unter dem Motto: „Gemeinsam vorsorgen gegen Extremhitze“.
     
    Um die Bevölkerung besser zu schützen, setzt die Stadt Worms auf ein breites Netzwerk und konkrete Unterstützungsangebote. Das Hitzeschutznetzwerk Worms bringt unterschiedliche Akteure zusammen und stellt auch in diesem Jahr wieder praxisnahe Angebote für verschiedene Zielgruppen bereit. Auch im Alltag gibt es bereits konkrete Hilfen: Mit der HEAL-App können Bürgerinnen und Bürger an heißen Tagen gezielt kühlere Wege durch die Stadt finden – etwa entlang von Grünflächen, schattigen Straßenzügen oder weniger aufgeheizten Bereichen. Ergänzend dazu bietet das gemeinsame Rikscha-Angebot mit der Fachstelle Senioren insbesondere älteren Menschen eine niedrigschwellige Möglichkeit, mobil zu bleiben und soziale Teilhabe zu erleben.

    Worms macht Hitze sichtbar

    Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der besseren Datengrundlage für den Hitzeschutz. Als eine von acht europäischen Pilotstädten testet Worms derzeit, wie hochaufgelöste Klimadaten für die Planung genutzt werden können. Modellrechnungen zeigen, dass die Zahl der Hitzetage in den kommenden Jahren deutlich zunehmen kann. Diese Erkenntnisse helfen dabei, Maßnahmen gezielt dort umzusetzen, wo die Belastung besonders hoch ist. Am Beispiel des Ludwigsplatzes zeigt sich der Mehrwert konkret: In der aktuellen Referenzperiode 2010 bis 2024 liegen die Modellwerte bei 11,4 Hitzewellentagen und 2,6 extrem heißen Tagen. Ohne Klimaanpassungsmaßnahmen steigt dieser Referenzwert bis zum Jahr 2045 auf 23 Hitzewellentage und 8,27 extrem heiße Tage.
    „Mit den neuen Daten können wir Hitze nicht nur allgemein beschreiben, sondern räumlich deutlich genauer verstehen. Das hilft uns, Maßnahmen dort zu planen, wo sie besonders gebraucht werden, etwa an sozialen Einrichtungen, in dicht bebauten Quartieren oder an Orten, an denen sich vulnerable Gruppen häufig aufhalten“, sagt Marcus Engelbrecht, Klimaanpassungsmanager der Stadt Worms. Die gewonnenen Erkenntnisse werden im europäischen Projekt Pathways2Resilience weitergeführt. Ziel ist es, Daten, lokale Erfahrungen und konkrete Maßnahmen stärker miteinander zu verknüpfen, um den Hitzeschutz langfristig wirksam im Alltag zu verankern.
     
    Weitere Informationen sowie digitale Angebote sind online verfügbar:
    HEAL-App: HEAL-Heat avoidance routing application based on OpenRouteService U-Heat-Viewer: https://uheats.marvintest.vito.be/ 

    U-Heat-Viewer: https://uheats.marvintest.vito.be/ 

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