
Jährlich erkranken in Deutschland rund eine halbe Million Menschen neu an Krebs. Etwa 1,7 Millionen Menschen leben hierzulande mit einer Krebserkrankung, die innerhalb der vergangenen fünf Jahre diagnostiziert wurde. Das zeigen die Zahlen des Zentrums für Krebsregisterdaten am Robert Koch-Institut. Für Betroffene und ihre Angehörigen ist eine Krebsdiagnose häufig mit zahlreichen Fragen verbunden: Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es? Welche Fortschritte macht die moderne Krebsmedizin? Und welche Unterstützung steht während und nach einer Therapie zur Verfügung? Antworten auf diese und weitere Fragen bietet der 2. Wormser Krebstag, zu dem das Klinikum Worms am Samstag, dem 7. November, von 10 bis 15 Uhr einlädt. Die Veranstaltung richtet sich an Betroffene, Angehörige und alle Interessierten.
Die Vorträge werden im Konferenzraum im Erdgeschoss angeboten.
Das vollständige Veranstaltungsprogramm mit allen Vortragsthemen und Uhrzeiten steht auf der Internetseite des Klinikums unter www.klinikum-worms.de/veranstaltungen-vier-fuenf-zwei.html zur Verfügung.
Nach der Premiere im vergangenen Jahr lädt das Onkologische Zentrum des Klinikums Worms bereits zum zweiten Mal zu einem abwechslungsreichen Vortragsprogramm ein. Im Mittelpunkt stehen unter anderem moderne Behandlungsmöglichkeiten bei Prostata- und gynäkologischen Krebserkrankungen, aktuelle Entwicklungen in der minimalinvasiven Tumorchirurgie sowie die integrative Onkologie. Auch die Bedeutung von Rehasport und die Einbindung der Palliativmedizin in die Krebsbehandlung werden thematisiert. Neben den Fachvorträgen haben Besucherinnen und Besucher Gelegenheit, ihre Fragen direkt an die Expertinnen und Experten des Klinikums zu richten.
„Eine Krebsdiagnose verändert für Betroffene und ihre Angehörigen häufig von einem Moment auf den anderen das gesamte Leben. Gleichzeitig hat sich in der Krebsmedizin in den vergangenen Jahren viel getan. Neue diagnostische Verfahren und moderne Therapien ermöglichen uns heute zunehmend individuell abgestimmte Behandlungen. Mit dem Wormser Krebstag möchten wir diese Entwicklungen verständlich vorstellen, Fragen beantworten und den Menschen die Gelegenheit geben, direkt mit unseren Expertinnen und Experten ins Gespräch zu kommen“, erklärt Prof. Dr. Tim Zimmermann, Sprecher des Onkologischen Zentrums und Chefarzt der Medizinischen Klinik II am Klinikum Worms.
Das Vortragsprogramm des 2. Wormser Krebstags bietet Einblicke in unterschiedliche Bereiche der modernen Krebsmedizin. Nach der Begrüßung und Einführung in das Onkologische Zentrum durch Prof. Dr. Tim Zimmermann stellt Prof. Dr. Thalia Erbes, Chefärztin der Frauenklinik, aktuelle Entwicklungen in der gynäkologischen Onkologie vor. Wie sich unterschiedliche Behandlungsansätze im Sinne einer ganzheitlichen Versorgung ergänzen können, erläutert Dr. Kai Berner in seinem Vortrag zur integrativen Onkologie.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Diagnose und Behandlung von Prostatakrebs. Prof. Dr. Axel Häcker, Chefarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie, informiert über Möglichkeiten der Früherkennung und stellt moderne Therapieverfahren vor. Welche Fortschritte es bei operativen Eingriffen zur Behandlung von Krebserkrankungen gibt, erläutert PD Dr. Markus Hirschburger, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie, in seinem Vortrag zur modernen minimalinvasiven onkologischen Chirurgie. Ergänzend gibt Dr. Rolf Schneider Einblicke in die chirurgische Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs.
Neben den medizinischen Diagnose- und Therapieverfahren widmet sich das Programm auch der begleitenden Versorgung von Krebspatientinnen und -patienten. Pflegefachfrau Birgit Warnke stellt die Bedeutung des onkologischen Rehasports vor. Dr. Carolin Pioro erläutert, wie die Palliativmedizin in onkologische Behandlungskonzepte eingebunden werden kann und welche Möglichkeiten sie bietet, Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität zu unterstützen.
Im Anschluss an das Vortragsprogramm besteht zudem die Möglichkeit, im Rahmen von Führungen Einblicke in die Palliativstation, die Frauenklinik und den OP-Bereich des Klinikums zu erhalten.
Eine moderne Krebsbehandlung erfordert die enge Zusammenarbeit verschiedener medizinischer Fachrichtungen. Im Onkologischen Zentrum des Klinikums Worms werden die Kompetenzen mehrerer spezialisierter Einrichtungen gebündelt. Dazu gehören unter anderem das Brustzentrum, das Darmzentrum, das Prostatazentrum und das Gynäkologische Krebszentrum.
Die fachübergreifende Zusammenarbeit ermöglicht es, diagnostische Ergebnisse gemeinsam zu bewerten und auf die jeweilige Erkrankung abgestimmte Behandlungskonzepte zu entwickeln. Neben der medizinischen Therapie spielen dabei auch unterstützende Angebote und die Begleitung der Patientinnen und Patienten eine wichtige Rolle.
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.