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    50 JAHRE FREUNDSCHAFT: Armes Réunies La Chaux-de-Fonds und Schützengesellschaft Pfeddersheim

    Ins Herz geschlossen – und geschossen

    Alle zwei Jahre besuchen sich die beiden Schützenvereine gegenseitig im Wechsel.

    Am dritten Wochenende im September reisten 26 Schützen aus Pfeddersheim nach La Chaux-de-Fonds im schönen Schweizer Jura. Anlass war das 50-jährige Bestehen der Freundschaft mit der Société de Tir Armes Réunies. 

    Nachdem die Quartiere bezogen waren, begann auch schon ein Freundschaftsschießen, das am nächsten Tag weitergeführt wurde. Auf dem 300m-Stand kamen Schweizer Sturmgewehre zum Einsatz. Weitere Wettkämpfe gab es auf 50m, 25m und 10m Ständen mit Kleinkaliber, Luftgewehr und Pistole. Ein Höhepunkt für die Pfeddersheimer war ein Schießen mit historischen Perkussionsvorderladergewehren und -pistolen. In den meisten Wettbewerben dominierten zwar die Schweizer, aber auch Mitglieder der Wormser Delegation erzielten gute Ergebnisse. In der Addition aller Disziplinen war Erich Köppel bester Pfeddersheimer Schütze und erhielt die Ehre des Schützenkönigs. 

    Verbindende Historie

    Bei einer Feierstunde hielt Thierry Tièche, Präsident der Armes Réunies, in seiner Rede einen Rückblick auf die Treffen, die abwechselnd in La Chaux-de-Fonds und Pfeddersheim stattfanden. Er erklärte auch die Entstehung dieser langen Verbindung. Sie beruht auf einer Randbemerkung im Protokoll vom 3. Juni 1863 zur dritten Generalversammlung des Pfeddersheimer Schützenvereins nach seiner Gründung am 26. April 1863. Hier war zu lesen: „Der 1. Schützenmeister verlas eine Einladung des Deutschen Schützenbundes, am Deutschen Schützenzug nach La Chaux-de-Fonds zum dortigen Bundesschießen teilzunehmen.“ Diesen kurzen Eintrag nahm 1963 der damalige Oberschützenmeister, Heinrich Reifenberg, zum Anlass, eine Einladung zum 100-jährigen Jubiläum der SG Pfeddersheim in die Schweiz zu schicken. Aber es sollte noch zwölf Jahre und einigen Schriftverkehr dauern bis ein erstes Treffen in La Chaux-de-Fonds zustande kam. Seither treffen sich die Vereine regelmäßig alle zwei Jahre.

    Jochen Groll, 1. Vorsitzender der Schützengesellschaft beleuchtete in seiner Ansprache den Hintergrund, der zu dem Protokolleintrag führte; der Gründung des Deutschen Schützenbundes 1861, über den ersten Deutschen Schützentag in Frankfurt 1862, bis zum Schweizer Bundesschießen 1863 und den damaligen politischen Spannungen in Deutschland.

    Gastgeschenke aus Worms

    Als Gastgeschenk übergab er seinem Schweizer Amtskollegen einen Festtaler des Schützenfestes aus dem Jahr 1862 und ein Originalblatt aus einer Zeitung von 1863 mit dem Plakat des Bundesschießens in La Chaux-de-Fonds. Außerdem überbrachte er die Grüße zum Freundschaftsjubiläum von Timo Horst, dem Sportdezernenten und Beigeordneten der Stadt Worms.

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