Neue Fahrzeuge des Unternehmens Rheinpfalzbus bedienen ab dem 15. Juni das Streckennetz von Worms und dem Wonnegau / Mehr Qualität, aber auch höhere Subventionen
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Präsentation der neuen Busse auf dem Marktplatz
Von Gernot Kirch Ab dem 15. Juni wird die Rheinpfalz Bus GmbH als neuer Betreiber der Buslinien von Worms und der Region Altrhein-Wonnegau seinen Betrieb aufnehmen. Die Rheinpfalzbus GmbH hat ihren Sitz in Ludwigshafen und ist ein Tochterunternehmen des Busverkehr Rhein-Neckar (BRN), der wiederum zum Bahn-Konzern gehört. Somit fährt quasi die Bahn im Auftrag von Worms, was auch der Grund ist, warum die neuen Busse knallrot sind und das „DB“-Signum tragen. Der Vertrag für die Bedienung des Streckenbündels gilt für die nächsten zehn Jahre, danach muss erneut europaweit ausgeschrieben werden. Insgesamt werden die Fahrzeuge der Rheinpfalzbus in Worms und dem Wonnegau pro Jahr 3,3 Millionen Kilometer zurücklegen.
70 Busse im Einsatz Die Präsentation der neuen Fahrzeuge erfolgte am Mittwochmorgen auf dem Wormser Marktplatz Dabei erläuterte der Geschäftsführer der Rheinpfalzbus GmbH, Karlheinz Nuissl, dass im Gebiet Worms und dem Gebiet Altrhein-Wonnegau rund 70 Busse zum Einsatz kommen, davon sind rund die Hälfte neue Fahrzeuge, die andere Hälfte sind welche, die bereits im Einsatz sind, die aber in sehr gutem Zustand sind. Insgesamt gibt es vier verschiedene Typen. Dies sind einmal die langen Gelenkbusse für die Spitzenzeiten, dann gibt es die „Standfahrzeuge“ mit 38 Sitz und 60 Stehplätzen sowie die kleinere Variante mit 14 Sitzplätzen der Marke Fiat. Für die Neuanschaffung der Fahrzeuge hat de Rheinpfalzbus GmbH insgesamt 4, 5 Millionen Euro ausgegeben. Die Busse erfüllen alle den hohen Umwelt- bzw. Abgasnorm „Euro 6“. Ein weiteres Plus wird ab dem 15. Juni die bessere Anbindung von den Bussen zur Bahn sein. Ganz neu in der Region ist der Einsatz eines Fahrradanhängers zwischen Worms und der Eicher Seenlandschaft. Hier können an Sonn- und Feiertagen von Mai bis Oktober Fahrräder mitgenommen werden.
Qualität hat ihren Preis Oberbürgermeister Michael Kissel verdeutlichte in seiner kurzen Ansprache, dass es bei der europaweiten Ausschreibung gelungen sei, die Qualitätsstandards entscheidend zu verbessern. So seien alle Fahrzuge voll klimatisiert, verfügen über Einstiegshilfen und Neigetechnik über Barrierefreiheit, bieten Fahrgastinformation in Echtzeit und haben einen hohen Sitzkomfort. Optimiert werden konnte auch das Angebot, so werden ab dem 15. Juni rund zehn Prozent mehr Streckenkilometer bedient. Diese Verbesserungen, so OB Kissel, habe es aber nicht zum „Null-Tarif“ gegeben. Während der Busverkehr in den vergangenen Jahren kostenneutral erfolgte, also die Stadt nichts zuschießen musste, sind jetzt pro Jahr 2,3 Millionen Euro notwendig, welche die Nibelungenstadt an Subventionen aufbringen muss.
Dank an Karl-Heinz Adelfinger Der besondere Dank von OB Kissel ging an den ÖPNV-Beauftragten der Stadt, Karl-Heinz Adelfinger, der drei Jahre lang in unermüdlicher Arbeit und unter Einbindung der Bevölkerung die Ausschreibung vorbereitet habe.
Karl-Heinz Adelfinger erläuterte, dass die Busse in Worms von morgens 6 Uhr bis abends 20 Uhr im Halb-Stunden-Takt verkehren, danach gäbe es bis 22.30 Uhr einen Stunde-Takt im Spätverkehr, der an den Wochenenden sogar bis 1 Uhr nachts ginge. Somit existieren in Worms neun Taglinien und fünf Spätlinien. Ein ganz grundsätzliche Veränderungen des Linienplans gab es nicht, wobei es zu leichten Anpassungen kam, die jedoch eine Optimierung des bestehen Netzes darstellen. Besonders die Anbindung in die Vororte, aber auch in das Umland wurde verbessert.
Eine Ergänzung zu diesem Angebot seien die Ruf-Taxis, die jetzt gerade wieder neu ausgeschrieben werden.
Wonnegau macht mobil Das Linienbündel Wonnegau-Altrhein betrifft im Landkreis Alzey- Worms die Verbandsgemeinden Eich, Monsheim, Westhofen und Alzey-Land sowie die Städte Alzey und Osthofen. „Über die flächendeckende Sicherung des Bestandes an Buslinien hinaus, konnten wir zudem im Wonnegau und Altrhein erreichen, dass die einzelnen Orte nun besser an den Sitz der Verbandsgemeinde, an Einkaufsmöglichkeiten sowie an die Bahnhöfe angebunden werden“, betont Landrat Ernst Walter Görisch. Mit der wichtigen Optimierung einhergehen hohe Kosten: „Für den Zeitraum der Vertragslaufzeit von zehn Jahren investiert der Landkreis rund zehn Millionen Euro“, informiert der Kreischef. Als neue zusätzliche Linie wird im Wonnegau eine Verbindung zwischen Mörstadt, Monsheim, Hohen-Sülzen und Offstein eingerichtet. In der VG Eich wird eine Linie zwischen Gimbsheim, Alsheim, Mettenheim und Eich neu mit in das Nahverkehrsnetz aufgenommen.