
Von Marcus Diehl › Die deutsche Hockey-Nationalmannschaft der Herren wurde am Wochenende zum vierten Mal Weltmeister. Genau hingeschaut hat dabei Jonas Basler, Torhüter in der Jugend der TG Worms. Er hat das Ziel, seinem großen Vorbild, Nationaltorhüter Jean Danneberg, nachzueifern und in dessen Fußstapfen zu treten. Das Talent, der Ehrgeiz, der Wille und das Streben, genau dahin zu kommen, sind auf jeden Fall vorhanden. Auf jeden Fall gehört er jetzt schon zu einem elitären Kreis: Er ist einer der Torhüter, die für die zukünftige U16 für den Deutschen Hockeybund infrage kommen. Über die Rheinland-Pfalz/Saar-Auswahl kam er zur Sichtung mit den Landesverbänden Hessen, Bayern und Baden-Württemberg. Dabei zeigte er seine Qualitäten und erreichte als einer von zwei Torhütern das Ticket für den Herbstpokal. Dies ist ein Baustein für die bundesweite Talentsichtung, das zentrale Sichtungssystem für den Hockey-Nachwuchs, das am ersten Oktoberwochenende in Berlin stattfindet. Aus drei zusätzlichen Bereichen kommen noch Torhüter hinzu. Dabei gehört er zu den Jüngsten. Die Sache kann er ganz gelassen angehen, denn es besteht die Möglichkeit, nächstes Jahr noch einmal anzugreifen.
Sein Ansporn als Torhüter ist der Drang nach Perfektion. Seit der U8 schlägt Jonas den Hockeyschläger. Zuerst auf dem Feld, doch der Wechsel ins Tor kam sehr schnell. Mittlerweile steht er fast jeden Tag auf dem Platz, er trainiert sowohl für die U14 als auch für die U16. Neben Heimtraining mit Tim Bachmann und den Einheiten mit der Landesauswahl, absolviert Jonas spezielle Einheiten mit zwei Ex-Nationaltorhütern. Bei Ingo Krüger besucht er spezielle Torhütercamps in Mannheim. In Limburg bringt ihn Alex Breuer mit individuellen Einzeleinheiten noch eine Stufe höher. Unterstützung findet Jonas unter anderem von den Großeltern, die oft als Fahrdienst einspringen müssen.
Diese Nominierung ist gleichzeitig auch eine weitere Auszeichnung für die Hockeyabteilung der TG Worms. Vor einigen Jahren haben sie ihre Jugendarbeit intensiviert und ernten jetzt die ersten Früchte, auch wenn damit zu rechnen sein wird, dass die Besten ihren Sport höherklassig austragen möchten. Im Frühjahr wechselte z. B. Lotte Hasselmann in das Bundesligateam vom TSV Mannheim. Einen Vereinswechsel hat Jonas aber noch weit hinter sich gezogen. Aus sportlicher Sicht ist die TGW seine Familie geworden. Jonas geht mit den kommenden Aufgaben sehr reflektiert um. Er weiß, was er kann, aber auch, wo er die Hebel noch ansetzen muss.