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  • Di., 09. November 2021, 11:28 Uhr
    Demokratie Nah: Landtagspräsidium vor Ort in Osthofen / Austausch mit Schülerinnen und Schülern über Sorgen, Nöte und Wünsche an die Politik

    Junge Menschen beteiligen und Demokratie stärken

    Hendrik Hering, Matthias Lammert und Astrid Schmitt sowie Ursula Molka, haben sich in Osthofen in Schulen, in der Kita Regenbogen sowie in der Gedenkstätte KZ Osthofen mit Kindern und jungen Menschen über deren Sorgen, Nöte und Wünsche an die Politik ausgetauscht. Foto: Landtag Rheinland-Pfalz


    Landtagspräsident Hendrik Hering, seine „Vizes“ Matthias Lammert und Astrid Schmitt sowie die Direktorin beim Landtag, Ursula Molka, haben sich im Rahmen der Landtags-Reihe „Demokratie Nah – Der Landtag besucht die Region“ in Osthofen in Schulen, in der Kita Regenbogen sowie in der Gedenkstätte KZ Osthofen mit Kindern und jungen Menschen über deren Sorgen, Nöte und Wünsche an die Politik ausgetauscht.

    In der „Kita Regenbogen“ führten die Kinder den Landtagspräsidenten durch das Gebäude und zeigten ihm die verschiedenen Schwerpunkte der Kita. Im Austausch mit den Erzieherinnen und Erziehern stand dann das neue Kita-Gesetz und die besonderen Herausforderungen der Kindertagesstätten vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie im Mittelpunkt. Besonders beeindruckt zeigte sich Landtagspräsident Hendrik Hering vom Engagement für Demokratie, das in der „Kita Regenbogen“ gelebt wird. So ist die Kita eines der Familienzentren, die von der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie bis Ende 2022 auf dem Weg zum Leuchtturmzentrum gelebter Demokratie begleitet werden.

    Kinder als Vorbild
    Die Kita hat zudem seit einigen Jahren ein eigenes Kinderparlament. An einer Tafel werden die Anliegen der Kinder gesammelt und dann im Plenum besprochen und beschlossen. Landtagspräsident Hering durfte live vor Ort eine Sitzung des Kinderparlamentes erleben. „Ich bin tief beeindruckt, wie gewissenhaft, diszipliniert und respektvoll die Kinder miteinander umgehen, Argumente austauschen und zu verbindlichen Entscheidungen kommen“, sagte Landtagspräsident Hendrik Hering. Hiervon könne sich das echte Landesparlament manchmal eine Scheibe abschneiden, so Hendrik Hering schmunzelnd. Darüber hinaus zeigte sich der Landtagspräsident begeistert vom Engagement der Erzieherinnen und Erzieher: „Man spürt und sieht es der Kita an, dass hier die Kinder und ihre individuellen Bedürfnisse im Mittelpunkt stehen.“

    Vizepräsidentin Astrid Schmitt tauschte sich in der Seebach-Grundschule und Vizepräsident Matthias Lammert in der IGS Osthofen mit Schülerinnen und Schülern aus. Dabei ging es unter anderem um die Themen Demokratie in der Schule und die politische Beteiligung von jungen Menschen. Darüber hinaus waren die Kinder und Jugendlichen daran interessiert, wie man den Umweltschutz verbessern und für mehr Gerechtigkeit in der Gesellschaft sorgen kann.

    Schreckliche Verbrechen in unmittelbarer Nähe
    Abschließend besuchte das Landtagspräsidium die Gedenkstätte KZ Osthofen. Dort fanden Gespräche mit Mitarbeitenden der Gedenkstätte sowie mit Schülerinnen und Schülern des Rabanus-Maurus-Gymnasiums Mainz insbesondere zum Thema Erinnerungskultur statt. Die Schüler:innen übermittelten den Abgeordneten ihre Eindrücke vom Besuch der Gedenkstätte und formulierten ihre Erwartungen und Bedürfnisse an eine zukünftige Erinnerungskultur. Hierbei wurde deutlich, wie nachhaltig und eindrucksvoll der Besuch beispielsweise einer Gedenkstätte oder das Treffen mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen ist gegenüber der reinen Vermittlung im Unterricht. Das Landtagspräsidium zeigte sich bewegt, unmittelbar von den jungen Menschen zu erfahren, welchen Eindruck der Besuch in der Gedenkstätte auf sie gemacht habe: „Jede Schülerin und jeder Schüler sollte im Rahmen der Schullaufbahn einmal die Möglichkeit bekommen, einen solchen Ort des Erinnerns und der Demokratie zu besuchen. Dies ist die beste Prävention gegen demokratiefeindliche Tendenzen in der Gesellschaft und eine aktive Stärkung unserer Demokratie“, betonte Landtagspräsident Hering. Dieser Austausch sei eine Bestätigung, dass in Rheinland-Pfalz mehr solcher Orte sichtbar gemacht werden müssten, an denen Geschichte und gerade auch das nationalsozialistische Unrechtsregime erfahrbar werde. „Auch hier in unserer unmittelbaren Umgebung fanden schreckliche Verbrechen statt, die wir nicht vergessen dürfen“, so Hering.

    Sowohl die Schulen und die Kita als auch die Mitarbeitenden der Gedenkstätte gaben der Delegation aus Mainz viele Anregungen und Anliegen mit, die jetzt geprüft werden.

     

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