
Leider zeigten sich am Arbeitsmarkt im März in Worms noch keine Zeichen einer Frühjahrsbelebung. Insgesamt wurden wieder mehr Arbeitslose im Vergleich zum Vormonat gezählt und auch die Arbeitslosenquote stieg auf 9,4 Prozent.
„Damit konnte der Aufwärtstrend der Zahlen nicht gestoppt werden“, so Susanne Decker, Geschäftsstellenleiterin der Wormser Arbeitsagentur, „von einem echten Schwung, wie er zu dieser Jahreszeit üblich ist, sind wir leider weit entfernt.“ Der Anstieg der Zahlen betrifft alle Personengruppen und betrifft vollumfänglich das Jobcenter.
Die Stellenmeldungen haben im März erfreulicherweise leicht zugelegt, bleiben aber weiter hinter den Vorjahreswerten zurück. Angebote kamen vor allem aus dem Dienstleistungsbereich und dem öffentlichen Sektor. „Die derzeitigen weltpolitischen Unsicherheiten und die aktuellen Preisentwicklungen angesichts der Nahost-Krise verunsichern viele Unternehmen und führen zur Zurückhaltung bei Neueinstellungen“, erläutert Decker.
Beunruhigt über das Weltgeschehen, aber auch über die Veränderungen in der Berufswelt sind besonders junge Menschen, wie die gerade veröffentlichte neunte Trendstudie „Jugend in Deutschland 2026 – Zukunft unter Druck“ zeigt. Der Studie zufolge wächst gerade in unsicheren Zeiten wieder das Interesse an dualen Ausbildungen als gleichwertige Alternative zu einem Studium.
Die Geschäftsstellenleiterin möchte junge Menschen zur Zuversicht ermuntern. Auch wenn insbesondere Studienabsolventinnen und -absolventen aktuell deutlich länger brauchen, um einen Berufseinstieg zu erlangen, so ist eine solide Qualifizierung in Form einer dualen Ausbildung oder eines Studiums noch immer der Schlüssel zur Aufnahme in den Arbeitsmarkt, auch wenn die Einmündung vielleicht von der ursprünglichen Richtung abweicht.
Wer noch am Anfang seiner Berufswahl steht, sollte sich auf jeden Fall gut informieren und vorbereiten. Um zu vermeiden, dass man beispielsweise in ein Studium „stolpert“, welches am Ende doch nicht passt, helfen z.B. studienfeldbezogene Beratungstests. Und die Berufsberaterinnen und -berater weisen zukunftsfähige Wege, kennen auch Alternativen und haben einen aktuellen Blick auf Entwicklungen.
Im März waren in Worms bei der Dienststelle der Arbeitsagentur und dem Jobcenter insgesamt 5.237 Personen als unterbeschäftigt registriert. Das waren 61 mehr als im Vormonat und 185 mehr als im Vorjahr. Die Arbeitslosigkeit ist in Worms im März 2026 gestiegen. 4.507 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 75 Personen mehr (2 Prozent) als im Februar und 252 Personen bzw. 6 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 9,4 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 9 Prozent.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 1.629 Personen (7 Personen weniger als im Vormonat, aber 201 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 2.878 Arbeitslose registriert (82 Personen mehr als im Vormonat und 51 Personen mehr als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 64 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 881 Personen arbeitslos. Davon kamen 303 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 815 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 224 eine Erwerbstätigkeit auf.
Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 157 Stellen wurden im März neu gemeldet (53 mehr als im Vormonat, aber 73 weniger als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen Gesundheits- und Sozialwesen, öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung, Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, verarbeitendes Gewerbe und Baugewerbe. Aktuell befanden sich damit 690 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.
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