
Im Rahmen des städtischen Innenstadtradkonzeptes wurden durch die Bürgerschaft und den ADFC Worms diverse kleinere Maßnahmen angestoßen, um den Alltagsradverkehr in Worms schnell und wirksam zu verbessern. Ein zentraler Punkt war dabei der Wunsch nach drei gezielten Bordsteinabsenkungen, mit denen es mit dem Fahrrad ermöglicht wird, wichtige Wegebeziehungen unkompliziert, sicher und ohne zeitraubende Umwege wahrzunehmen.
Wer zum Beispiel aus Richtung Nahverkehrszentrum in Herrnsheim kommend die Gaustraße entlang fuhr und in die Slevogtstraße abbiegen wollte, hatte bisher einen zeitraubenden Umweg über die Fußgängerampel zu fahren. Eine Bordabsenkung ermöglicht nun das vorzeitige Einfädeln in die Fahrbahn und das direkte Linksabbiegen.
Auch wer aus Richtung Aldi kommend an der Einmündung der Straße Am Wolfsgraben stand, konnte mit dem Fahrrad bisher nicht die Kolpingstraße queren, um auf den Radweg stadteinwärts zu gelangen. Ein Hochbord versperrte den Weg. Ein Umweg von 75 Metern in die entgegengesetzte Richtung war erforderlich, um am Kreisverkehr den Zebrastreifen nutzen zu können. Dank einer Bordabsenkung kann nun direkt auf Höhe der Einmündung der Radweg auf der anderen Straßenseite erreicht werden.
Einen ersten Vorgeschmack auf die größeren Pläne zur fahrradfreundlichen Umgestaltung der Alzeyer Straße kann man indes bereits auf Höhe der Einmündung Carl-Villinger-Straße bekommen. Wer aus südlicher Richtung kommend die Alzeyer Straße queren möchte, um den getrennten Geh- und Radweg unter der Baumallee zu nutzen, kann das nun dank der vergrößerten und verbesserten Bordabsenkung direkt gegenüber. Gut erkennbare rot-weiße Poller werden die bisherigen grauen Exemplare ersetzen und somit das illegale Befahren des Geh-/Radweges durch Autos verhindern.
Im April dieses Jahres hatte der Bau- und Mobilitätsausschuss die Umgestaltung der Alzeyer Straße beschlossen. Künftig wird der Radverkehr auf der Südseite (stadteinwärts) mit einem zwei Meter breiten Radfahrstreifen sicher geführt werden. Auf der Nordseite sollen drei höhengleiche Radwegeüberfahrten die Einmündungen der Straßen Lindenallee, Rudi-Stephan-Allee und Mozartstraße so verändern, dass Fußgänger und Radfahrer barrierefrei und eindeutig bevorrechtigt die Einmündungen queren können. Dies war als dringender Wunsch aus der Bürgerbeteiligung zur Erstellung des Radverkehrskonzeptes hervorgegangen. Die Planungen der Radwegeüberfahrten wurden bereits angestoßen.
„Während große Infrastrukturprojekte oft mehrjährige Planungs- und Bauphasen erfordern, werden mit solchen konkreten Anpassungen sofort erlebbare Erleichterungen für die Radelnden im Straßenraum geschaffen. Deshalb danke ich allen“, so Stadtentwicklungsdezernent Timo Horst, „die sich beteiligt haben, für ihre Impulse.“
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