Auf dem Gelände an der Gedenkstätte entstehen neue Kleingärten. Foto: Jannik Reinecke/Die Knipser
Der Osthofener Ingenieur und Statiker Tilo Weisbrod hat unlängst das ca. 8.600 qm große Grundstück von der Bahn (die Bahngärten) erworben. Hier soll die Wohnanlage „In den Weingärten“ entstehen. Auch das Schallschutzproblem sei, nach Rückfrage bei Weisbrod, gelöst. Doch was wurde aus den Kleingärten? „Ein Glück war, dass die Bahn Landwirtschaft Frankfurt in Osthofen noch Gelände hinter der Gedenkstätte zur Verfügung hatte, wo sich bereits Gartenanlagen befinden“, erzählt Tilo Weisbrod. Laut Bundeskleingartengesetz (BKleingG) wäre es möglich gewesen, den Pächtern zu kündigen, ohne einen Ersatzgarten anzubieten. Tilo Weisbrod hat das von der Bahn Landwirtschaft Frankfurt zur Verfügung gestellte Gelände auf seine Kosten roden lassen und eine Zaunanlage gebaut. Für das Räumen der 24 alten Kleingärten stellte er diverse Container zur Verfügung und trug dann auch die Kosten für die Entsorgung der ca. 140 Tonnen Schutt.
„Mir lag schon sehr viel daran, dass die Pächter wieder einen Garten bekommen. Es hat zwar lange gedauert, bis die Kleingärtner erfahren haben, dass es ganz in der Nähe weitergeht, aber jetzt sind alle 24 „Hobbygärtner“ mehr als zufrieden“, so Weisbrod. Auch eine Abfindung wurde gezahlt, die helfen soll, wieder ein Gartenhäuschen zu errichten und den neuen Garten nach den Wünschen der Gärtner zu gestalten. Jetzt kann es auch bald mit dem Bau der Wohnanlage losgehen. „Wenn alles so läuft wie geplant, ist im kommenden September Baubeginn“, so Weisbrod. Die Resonanz sei positiv, es gäbe schon Interessenten für die Wohnungen und Häuser.