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  • Do., 24. September 2026, 08:48 Uhr
    WORMS: Klinikum und Unfallkasse Rheinland-Pfalz starten Kooperation für gesundes Arbeiten

    „KliWo bewegt sich – KliWo bewegt Dich“

    Daniel Herke (links), Geschäftsführer des Klinikums Worms, und Dr. Christoph Heidrich (rechts), Geschäftsführer der Unfallkasse Rheinland-Pfalz, beim Handschlag anlässlich der neuen Kooperation.
    Foto: Klinikum Worms

    Patientinnen und Patienten zu mobilisieren, umzulagern oder beim Aufstehen zu unterstützen, gehört in vielen Bereichen des Klinikums Worms zum Arbeitsalltag und ist für die Beschäftigten mit körperlichen Belastungen verbunden. Mit dem Projekt „KliWo bewegt sich – KliWo bewegt Dich“ setzt das Klinikum deshalb auf ein umfassendes Konzept für ergonomisches und rückenschonendes Arbeiten. Unterstützung erhält das Krankenhaus dabei künftig von der Unfallkasse Rheinland-Pfalz (UK RLP). Beide Partner haben jetzt einen Kooperationsvertrag geschlossen, der eine fachliche Begleitung sowie finanzielle Unterstützung für die weiteren Projektschritte vorsieht.

    Ergonomisches Arbeiten 

    Ausgangspunkt des Projekts waren Gefährdungsbeurteilungen nach den Vorschriften der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) zum Bewegen von Patientinnen und Patienten. Die Ergebnisse zeigten deutlichen Handlungsbedarf. Obwohl in verschiedenen Bereichen bereits moderne Hilfsmittel zur Verfügung standen, wurden diese im Arbeitsalltag noch nicht konsequent eingesetzt.
    Unter Federführung der Betriebsmedizin und des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) wurde deshalb ein umfassendes Konzept entwickelt. Im Mittelpunkt stehen neben dem Einsatz geeigneter Hilfsmittel insbesondere die Schulung und aktive Einbindung der Beschäftigten. Auch Führungskräfte werden gezielt bei der Erstellung neuer Gefährdungsbeurteilungen begleitet.
    Eine wichtige Rolle übernehmen dabei die sogenannten „KliWo-Ergo-Coaches“: Mehr als 40 Pflegekräfte haben sich bereits entsprechend ausbilden lassen. Sie tragen ihr Wissen in die jeweiligen Bereiche und treffen sich künftig regelmäßig zum fachlichen Austausch und zur Weiterqualifikation. Die ersten Schulungen wurden durch die Techniker Krankenkasse (TK) unterstützt. Darüber hinaus lernen die Beschäftigten in Pflichtunterweisungen den richtigen Einsatz verschiedener Hilfsmittel kennen und können deren Anwendung praktisch trainieren.

    Hilfsmittel verfügbar machen

    Im nächsten Schritt sollen geeignete Hilfsmittel flächendeckend auf den Stationen zur Verfügung stehen. Dafür entwickelt das Klinikum ein Konzept, das den gesamten Kreislauf der Arbeitsmittel berücksichtigt – von der Lagerung und patientenbezogenen Bereitstellung über die hygienische Aufbereitung bis hin zu den Transportwegen innerhalb des Hauses.
    Ziel ist es, die benötigten Hilfsmittel zuverlässig und unkompliziert zur Verfügung zu stellen und gleichzeitig eine wirtschaftliche Nutzung sicherzustellen. In die Entwicklung werden neben den Beschäftigten der Stationen auch Fachbereiche wie Hygiene und Qualitätsmanagement eingebunden.
    Damit ergonomisches Arbeiten dauerhaft im Klinikalltag verankert wird, werden zudem neue Unterweisungskonzepte entwickelt. So sollen künftig auch neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Auszubildende von Beginn an im ergonomischen Bewegen von Patientinnen und Patienten geschult werden. Erste Hilfsmittelpakete sind bereits im Einsatz.

    Weitere Projektschritte

    Eine Delegation der Unfallkasse Rheinland-Pfalz um Geschäftsführer Dr. Christoph Heidrich besuchte das Klinikum Worms, um sich vor Ort über das Projekt und die bisherigen Maßnahmen zu informieren. Im Rahmen des Besuchs wurde der Kooperationsvertrag an Klinikum-Geschäftsführer Daniel Herke übergeben. Mit der Vereinbarung unterstützt die UK RLP die weitere Umsetzung des Projekts sowohl fachlich als auch finanziell.
    „Mit diesem Projekt geht das Klinikum Worms systematisch, ganzheitlich und nachhaltig vor. Es stärkt die Rückengesundheit der Beschäftigten durch kleine Hilfsmittel und praxisnahe Ergonomieschulungen und schafft zugleich eine nachhaltige Präventionskultur, in der Führungskräfte Verantwortung für gesundheitsgerechte Arbeitsbedingungen übernehmen und Beschäftigte aktiv an deren Gestaltung mitwirken.“, freut sich Dr. Sarah Ohlert, Präventionsberaterin der UK RLP.

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